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Schutzgebiete und Schutzobjekte

im Burgenlandkreis

Der Burgenlandkreis ist reich an naturschutzrechtlichen Schutzgebieten und Schutzobjekten. Dies ist zu großen Teilen der engagierten Arbeit der ehrenamtlich tätigen Naturschützer zu verdanken, die vor allem bereits vor 1990 viele Vorschläge zu entsprechenden Ausweisungen machten.

Das größte naturschutzrechtliche Schutzgebiet im Burgenlandkreis ist der Naturpark "Saale-Unstrut-Triasland". Der Naturpark wurde im Jahr 2000 mit einer Fläche von 71.167 ha ausgewiesen. Zwischenzeitlich wurde er auf 103.737 ha erweitert.

Weiterhin bestehen im Territorium 15 Naturschutzgebiete. Die Ausweisung von 25 weiteren ist geplant. Ob und über welchen Zeitraum diese Gebiete tatsächlich ausgewiesen werden muss hier offen bleiben. Da die FFH-Gebiete in nationales Recht überführt werden müssen, könnte sich diesbezüglich etwas ergeben.

Im Rahmen der Umsetzung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) vom 21.05.1992 wurden seitens des Landes 38 Gebiete im Landkreis zur Aufnahme in das zusammenhängende europäische ökologische Netz aus besonderen Schutzgebieten (NATURA 2000) vorgeschlagen.

Desweiteren gibt es im Burgenlandkreis 9 Landschaftsschutzgebiete, 4 geschützte Landschaftsbestandteile (ohne die sogenannten  "Baumschutzsatzungen") und 29 geschützte Parks (überführt aus DDR-Recht).

Weiterhin bestehen 160 Flächennaturdenkmale bzw. flächige Naturdenkmale und 316 Naturdenkmale (überwiegend Gehölze, Gehölzbestände, Quellen, Kleinlebensräume und geologische Besonderheiten).

 

Trockenhang bei Zscheiplitz

 

Naturpark

Name

Größe

Verordnung vom

"Saale-Unstrut-  Triasland"

103.737 ha

02.02.2000

  

Entsprechend des Schutzzweckes (§ 3 der Verordnung) dient die Unterschutzstellung

1. der Erhaltung und Wiederherstellung der für den Naturraum typischen Vielfalt, Eigenart und  Schönheit der Teillandschaften und Lebensräume in der Saale-Unstrut-Triaslandschaft als Grundlage für die Erholung des Menschen und damit als seine Lebensgrundlagen,

2. der Entwicklung der Saale-Unstrut-Triaslandschaft zu einem Naturpark, in dessen Naturraum mit seinem komplexen Lebensraumgefüge die natürliche Entwicklung, die schutzzielbezogene Landschaftspflege und die nachhaltige Nutzung der Naturressourcen beispielhaft gewährleistet sind.

Die Schutzzwecke der Teillandschaften und Lebensräume sind in den Verordnungen über die Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete (Zone I und II des Naturparks) angegeben.
 

Naturschutzgebiete

Mit Stand 12/2008 verfügt Deutschland über 8413 Naturschutzgebiete. Die Naturschutzgebietsfläche in Deutschland beträgt 1.271.582 ha. Dies entspricht 3,6 % der Gesamtfläche. Überdurchschnittliche Flächenanteile von Naturschutzgebieten weisen die Stadtstaaten Hamburg (8,1 %) und Bremen (4,7 %) sowie die Länder Brandenburg (7,1 %) und Nordrhein-Westfalen (7,4 %) auf. Unterdurchschnittlich sind die NSG-Anteile in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Berlin, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen (Quelle: Bundesamt für Naturschutz 2010).

 

 Für Sachsen-Anhalt konnte ich keine aktuelle Übersicht (Anzahl/Fläche/Anteil an der Landesfläche) finden.

 

 

 

Naturschutzgebiete im Burgenlandkreis

 

Nr.

Gebiet/NSG

Größe (BLK)

(ha)

Verordnung

vom

1

Forst Bibra

505

24.11.1994

2

Tote Täler

827

14.03.1995

3

Neue Göhle

53

20.06.1994

4

Trockenrasenhänge bei Karsdorf

70

15.11.1993

5

Schmoner Busch, Spielberger Höhe und Elsloch

298 (ca. 60 ha)

14.06.1994

6

Steinklöbe

83 (ca. 20 ha)

15.09.1994

7

Hirschrodaer Graben

157

23.03.2001

8

Saale-Ilm-Platten bei Bad Kösen

640

20.07.2000

9

Göttersitz

142

12.03.1993

10

Heideteiche bei Osterfeld

66

19.04.2001

11

Halbberge bei Mertendorf

51

21.05.2002

12

Wendelstein

100

20.11.2002

13

Grubengelände Nordfeld Jaucha

23,26

01.04.1983

14

Saaleaue bei Goseck

133,5

16.12.2002

15

Bergbaufolgelandschaft Kayna-Süd

ca. 350

08.11.2010

 

Gesamtfläche:

ca. 3.198 *1

 

 

*1 keine genaue Angabe möglich, da zwei NSG nur anteilig innerhalb des Burgenlandkreises liegen und die Größen der entsprechenden Teilflächen mir nicht   genau bekannt sind.

Naturschutzgebiete im Land Sachsen-Anhalt: http://www.lvwa-natur.sachsen-anhalt.de/titel.htm 

   

NSG "Neue Göhle"

 

Diptam (Dictamnus albus)

 

NATURA 2000-Gebiete 

 Landes-Nr.     

EU - Code

 Name                                           

Schutzstatus

nach nationalem Recht

Fläche (in ha)

FFH0136LSA 

 DE4634302

Ziegelrodaer Buntsandsteinplateau

NSG, LSG, GB

2315

*46

FFH0137LSA

DE 4635301

Schmoner Busch, Spielberger Höhe und Elsloch südlich Querfurt

NSG, LSG, GB

316

*16

FFH0138LSA

DE 4734301

Finne-Nordrand südwestlich Wohlmirstedt

tlw. GB

347

FFH0139LSA

DE 4735302

Forst Bibra

NSG, LSG; GB

571

FFH0145LSA

DE 4736303

Müchelholz, Müchelner Kalktäler und Hirschgrund bei Branderoda

NSG, LSG, GB

294

*6

FFH0147LSA

DE 4736301

Trockenrasenflächen bei Karsdorf und Glockens's Eck

NSG, LSG, GB

193

FFH0148LSA

DE 4736305

Schafberg und Nüssenberg bei Zscheiplitz

FND, LSG, GB

211

FFH0149LSA

DE 4736302

Neue Göhle und Trockenrasen nördlich Freyburg

NSG, FND, LSG, GB

84

FFH0150LSA

DE 4836302

Hirschrodaer Graben

NSG, LSG, FND

187

FFH0151LSA

DE 4836301

Tote Täler südwestlich Freyburg

NSG, LSG, GB

826

FFH0152LSA

DE 4836303

Göttersitz und Schenkenholz nördlich Bad Kösen

NSG, LSG; GB

153

FFH0153LSA

DE 4836304

Saale-Ilm-Platten bei Bad Kösen

NSG, LSG, GB

718

FFH0155LSA

DE 4839301

Weiße Elster nordöstlich Zeitz

LSG

425

FFH0183LSA

DE 4837301

Saalehänge bei Goseck

LSG

237

*133

FFH0188LSA

DE 4837302

Halbberge bei Mertendorf

LSG, FND, GB

17

FFH0190LSA

DE 4835302

Gutschbachtal und Steinbachtal

FND, LSG, GB

82

FFH0191LSA

DE 4835303

Hohndorfer Rücken nordöstlich Eckartsberga

LSG

457

FFH0192LSA

DE 4836305

Steingraben bei Städten

LSG, GB

40

FFH0193LSA

DE 4836306

Himmelreich bei Bad Kösen

LSG, GB

46

FFH0194LSA

DE 4734302

Trockenrasen am Wendelstein

LSG, GB

6

FFH0195LSA

DE 4936301

Saalehänge bei Tultewitz südlich von Bad Kösen

LSG, GB

56

FFH0196LSA

DE 4835303

Lichtenburg nordwestlich Eckartsberga

LSG, GB

94

FFH0197 LSA

DE 4736306

Marienberg bei Freyburg

LSG, GB

27

FFH0212 LSA

DE 4735303

Kirche Nebra

-

1

FFH0214 LSA

DE 4836307

Kirche Großjena

-

1

FFH0215 LSA

DE 4835305

Eckartsberga, Weinkeller Marienthal, Dorfstraße 11

-

1

FFH0216 LSA

DE 4836308

Burg Saaleck

-

1

FFH0228 LSA

DE 4735304

Ölbergstollen bei Wangen

LSG, GB

1

FFH0243 LSA

DE 4736307

Schlossberg und Burgholz bei Freyburg

LSG, GB

40

FFH0248 LSA

DE 4937301

Gehölz bei Osterfeld

-

3

FFH0255 LSA

DE 4835306

Eckartsberga, Keller, Gartenstraße

-

1

FFH0256 LSA

DE 4734303

Ostrand der Hohen Schrecke

tlw. GB

265

FFH0261 LSA

DE 4735305

Dissaugraben bei Wetzendorf

LSG, FND, GB

89

FFH0264 LSA

DE 4937302

Waldauer Heideteich- und Auwaldgebeit

LSG, NSG, GB

26

FFH0272LSA

DE 4735307

Unstrutaue bei Burgscheidungen

LSG, FND, GB

279

FFH0273LSA

DE 4735306

Trockenhänge bei Steigra

LSG, FND, GB

124

FFH0156LSA

SPA 0031

DE 5038301

DE 5038301

Zeitzer Forst

LSG, GB

1718

SPA 0025

DE 4737401

Bergbaufolgelandschaft Kayna Süd

NSG

222

*163

 

 

 

Gesamtfläche:

BLK:

10.501

7.481

                                                      * Anteil BLK

Alles über NATURA 2000 (bundesweit)

Link

NEU 2012 - Super Kartenviewer

Link

FFH- u. Vogelschutzgebiete Land Sachsen-Anhalt:

link

Arten Sachsen-Anhalt:

Link

FFH- u. Vogelschutzgebiete in Deutschland:

Link 

Liste der in Deutschland vorkommenden Arten der Anhänge II, IV und V der FFH-Richtlinie

Link 

Anzahl der Lebensräume und Arten entsprechend der Anhänge I, II, IV

und V der FFH-Richtlinie

FFH-Richtlinie

Bundesrepublik

Sachsen-Anhalt

Burgenlandkreis

Lebensraumtypen Anhang I

91

51

21

davon prioritär

21

16

6

Tier- und Pflanzenarten nach den Anhangen II, IV und V

282

165

38

davon prioritär

18

8

2

   Ohne Gewähr!

 Quelle: www.bfn.de / www.sachsen-anhalt.de 

   

FFH-Gebiet "Schafberg und Nüssenberg bei Zscheiplitz"

 

Segelfalter

 

   

FFH-Gebiet "Unstrutaue bei Burgscheidungen"

 

Wiesenglockenblume

Was sind eigentlich NATURA 2000-Gebiete?

"NATURA 2000" nennt sich das zusammenhängende europäische ökologische Netz aus besonderen Schutzgebieten, welches die Europäische Gemeinschaft derzeit einrichtet. Jeder EU-Staat ist verpflichte hieran aktiv mitzuwirken. In diesem Rahmen zu beachtende Rechtsgrundlagen sind die EU-Vogelschutz-Richtlinie (79/409/EWG) vom 02.04.1979, welche das Ziel hat, alle europäischen Vogelarten und deren Lebensräume in Europa zu erhalten und zu schützen, sowie die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (92/43/EWG) vom 21.05.1992, welche zum Ziel hat, die in dieser Richtlinie aufgeführten ca. 400 Tierarten und ca. 360 Pflanzenarten sowie etwa 250 Biotoptypen zu schützen.

   

FFH-Gebiet "Trockenrasenhänge bei Karsdorf und Glockenseck"

 

Appeninnen-Sonnenröschen

Die Mitgliedsstaaten sind bei der Auswahl der Gebiete an die Vorgaben der Vogelschutz- und FFH-Richtlinie gebunden. Diese seitens der Bundesländer ausgewählten Gebiete wurden über die Bundesregierung (hier das BMU) an die EU-Kommission weitergemeldet. Im Land Sachsen Anhalt wurden 265 NATURA 2000-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 179. 729 ha festgesetzt (8,77 % der Landesfläche). Desweiteren wurden 32 Europäische Vogelschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 170.611 ha festgesetzt (8,32 % der Landesfläche).

Die ganz oder teilweise im Burgenlandkreis liegenden 37 NATURA 2000-Gebiete sowie 2 SPA-Gebiete (Vogelschutzgebiete) nehmen eine Fläche von ca. 7.318 ha, also 7 % der Fläche des Burgenlandkreises bzw. ca. 4,1 % der Gesamtfläche der FFH-Gebiete des Landes Sachsen-Anhalt ein. Der Zeitzer Forst nimmt eine Doppelfunktion war - er ist gleichzeitig FFH- und SPA-Gebiet.

 Übrigens musste die EU der Bundesregierung und somit auch den Bundesländern erst durch ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) und durch Ankündigung von Sanktionen (Förderbeschränkungen) auf die Sprünge helfen.

   Rechtliche Sicherung der gemeldeten NATURA 2000-Gebiete

Entsprechend § 32 BNatSchG besteht die Verpflichtung die in die Liste aufgenommenen Gebiete auf nationaler Ebene zu sichern. Dies soll durch Ausweisung zu geschützten Teilen von Natur und Landschaft gemäß § 20 Abs. 2 BNatSchG (z.B. Naturschutzgebiet, Nationalpark, Biosphärenreservat, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark, Naturdenkmal oder geschützter Landschaftsbestandteil) erfolgen. Sinnvoll ist hier bei größeren Objekten sicher nur die Ausweisung zum Naturschutzgebiet. Für kleine flächige Objekte bietet sich die Ausweisung zum geschützten Landschaftsbestandteil an. Für Einzelobjekte wie Fledermauswinter- oder –sommerquartiere bietet sich die Möglichkeit einer vertraglichen Regelung zwischen örtlich zuständiger Naturschutzbehörde und dem Eigentümer an. Dies sollte sich jedoch in Einzelfällen schwierig gestalten.

Teich im FFH- und Vogelschutzgebiet "Zeitzer Forst"

und noch einmal der vorbezeichnete Teich.

 

.... u.a. Lebensraum von Reiherente und Zwergtaucher

 

.... und der ach so schreckliche" Truppenübungsplatz im Zeitzer Forst

(Woher der Artenreichtum kommt haben die meisten Gegner wohl bereits vergessen oder  vieeleicht nie gewußt!)

  Stand

der  rechtlichen Sicherung der NATURA 2000 in Sachsen-Anhalt   

 Links zu NATURA 2000 in den Bundesländern

Baden-Württemberg

Rheinland-Pfalz

Bayern

Saarland

Berlin

Sachsen

Brandenburg

Sachsen-Anhalt

Bremen 1

Bremen 2

Hessen 1

Hessen 2

hamburg

Schleswig-Holstein

Mecklenburg Vorpommern

Thüringen

Niedersachsen 1

Niedersachsen 2

Nordrhein-Westfalen 1

Nordrhein-Westfalen 2

 

 Für Interessierte gleich noch die im Burgenlandkreis vorkommenden Arten der Anhänge II, IV und V der FFH-Richtlinie:

Wissenschaftlicher Name

Deutscher Name

II

IV

V

 Castor fiber L. 1758

 Biber

 x

 x

 

 Cricetus cricetus L. 1758

 Feldhamster

  x x

 Felis silvestris SCHREBER, 1777

 Wildkatze

 

x

 

 Martes martes (L., 1758)

 Baummarder

 

 

x

 Muscardinus avellanarius (L., 1758)

 Haselmaus

 

x

 

 Barbastella barbastellus (SCHREBER, 1774)

 Mopsfledermaus

x

x

 

 Eptesicus serotinus (SCHREBER, 1774)

 Breitflügelfledermaus

 

x

 

 Myotis bechsteinii (Kuhl, 1817)

 Bechsteinfledermaus

x

x

 

 Myotis daubentonii (Kuhl, 1817)

 Wasserfledermaus

 

x

 

 Myotis nattereri (Kuhl, 1817)

 Fransenfledermaus

 

x

 

 Nyctalus noctula (SCHREBER, 1774)

 Abendsegler

 

x

 

 Pipistrellus nathusii (KEYSERLING et BLASIUS,   1839)

 Rauhhautfledermaus

 

x

 

 Plecotus auritus (L., 1758)

 Braunes Langohr

 

x

 

 Plecotus austriacus (FISCHER, 1829)

 Graues Langohr

 

x

 

 Rhinolophus hipposideros (BECHSTEIN, 1800)

 Kleine Hufeisennase

x

x

 

 Coronella austriaca LAURENTI, 1768

 Glattnatter, Schlingnatter

 

x

 

 Lacerta agilis L., 1758

 Zauneidechse

 

x

 

 Bufo calamita LAURENTI, 1768

 Kreuzkröte

 

x

 

 Bufo virides LAURENTI, 1768

 Wechselkröte

 

x

 

 Hyla arborea (L., 1758)

 Laubfrosch

 

x

 

 Pelobates fuscus (LAURENTI, 1768)

 Knoblauchkröte

 

x

 

 Rana kl. esculenta L., 1758

 Wasserfrosch

 

 

x

 Rana temporaria L., 1758

 Grasfrosch

 

 

x

 Triturus cristatus (LAURENTI, 1768)

 Kammmolch

x

x

 

 Barbus barbus (L., 1758)

 Barbe

 

 

x

 Cottus gobio L., 1758

 Groppe, Westgroppe

x

 

 

 Misgurnus fossilis (L., 1758)

 Schlammpeitzger

x

 

 

 Rhodeus sericeus amarus (BLOCH, 1782)

 Bitterling

x

 

 

 Cerambyx cerdo L., 1758

 Heldbock

x

 x

 

 Lucanus cervus L., 1758

 Hirschkäfer

x

 

 

 * Osmoderma eremita (SCOPOLI, 1763)

 Eremit

x

x

 

 Euphydryas maturna (L. 1758)

 Eschen-Scheckenfalter

 x

 x

 

 * Euplagia quadripunctaria (PODA,1761)

 Spanische Flagge

x

 

 

 Leucorrhinia pectoralis (CHARPENTIER,1825)

 Große Moosjungfer

 x

 x

 

 Ophiogomphus cecillia FOURCROY,1758

 Grüne Keiljungfer

 x

 x

 

 Astacus astacus (L.,1758)

 Edelkrebs

  

 x

 Helix pomatia L., 1758

  Weinbergschnecke

 

 

x

 Cypripedium calceolus L., 1758

 Frauenschuh

x

x

 

                                                            Quelle: www.sachsen-anhalt.de (... und eigene Kenntnisse)

   

Haselmaus

 

Schlingnatter

Was hat es mit den Anhängen auf sich?

Anhang I listet Lebensraumtypen auf - im BLK z.B.:

     - Naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien (* besondere Bestände mit bemerkenswerten Orchideen (6110) 

     - Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald Galio-Carpinetum (9170)   

     - Nicht touristisch erschlossene Höhlen (8310)  

     - Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion (3260)  

 

Anhang II - beinhaltet Tier- und Pflanzenarten,

für die im NATURA 2000-Netz Schutzgebiete eingerichtet werden müssen - im BLK z.B.:

     - Kammmolch (Triturus cristatus)

    - Groppe (Cottus gobio)

    - Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)

    - Hirschkäfer (Lucanus cervus)

    - Frauenschuh (Cypripedium calceolus)

 

 

Anhang IV - listet Tier- und Pflanzenarten auf welche selten und schützenswert sind und damit unter besonderem Schutz. Ihre "Lebensstätten" dürfen nicht beschädigt oder zerstört werden. Dieser Schutz gilt auch über die Schutzgebiete  im Rahmen Natura 2000 hinaus - im BLK z.B.:

     - Frauenschuh (Cypripedium calceolus)

     - Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus)

     - Feldhamster (Cricetus cricetus)

     - Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)

     - Schlingnatter (Coronella austriaca)

 

Anhang V - beinhaltet Tier- und Pflanzenarten, für deren Entnahme aus der Natur besondere Regelungen getroffen werden

können/sollen - im BLK z.B.: 

     - Baummarder (Martes martes)

     - Barbe (Barbus barbus)

      - Weinbergsschnecke (Helix pomatia)

.... und wer Anhang III vermisst - der beinhaltet die Kriterien zur Auswahl der Gebiete, die als Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung bestimmt und als besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden können. 

   

Auch die Weinbergschnecke ist eine "Anhangs-Art"!

   

Landschaftsschutzgebiete im Burgenlandkreis

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es laut Bundesamt für Naturschutz 7.203 Landschaftsschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 9,9 Mio. ha. Dies entspricht ca. 28 % der Fläche Deutschlands. (Stand 31. Dezember 2008). Gegenüber früheren Jahren hat sich damit die Anzahl und Flächengröße der Landschaftsschutzgebiete deutlich verkleinert. Hauptsächlich verantwortlich dafür ist das Bundesland Hessen, dass für große Teile des Landes bestehende Landschaftsschutzgebiete aufgehoben hat.

Im Land Sachsen-Anhalt wurden insgesamt 82 Landschaftsschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 680.508 ha ausgewiesen. Das sind 33,20 % Landesfläche.

 


Landschaftsschutzgebiete im Burgenlandkreis

 

  Name

Verordnung vom

Größe in ha

 „Unstrut-Triasland“

22.11.1995

21 000

 „Saale“

06.08.1997

11 500

 „Finne-Triasland“

11.12.1997

8 000

 „Aga-Elstertal und Zeitzer  Forst“

31.07.1998

5 100

„Elsteraue“

28.06.2004

1 400

„Kuhndorftal“

01.02.1993

477

„Leinewehtal“

01.02.1993

219

 „Saaletal“

26.11.1997

6 627

 „Maibachtal“

20.01.1997

213

 

Gesamtfläche:

ca. 54.536

 

 

Naturdenkmale/Flächennaturdenkmale

         (160 Flächennaturdenkmale bzw. flächige Naturdenkmale sowie 316 Naturdenkmale) 

 

 ND  - Eiche bei Thalwinkel

 

   

ND - Eiche bei Altenroda/Wangen

 

ND -Linde bei Krawinkel

 

   
ND - Bastard-Ahorn bei Wennungen FND - Blindetal bei Tröbsdorf

 

   

ND - Zwei Roßkastanien bei Saubach

 


 

Flächennaturdenkmale im Bereich des ehemaligen Landkreises Nebra(im Nord-Westteil des Burgenlandkreises

Nr.

Name

Beschreibung (kurz)

 1

  Blindetal bei Tröbsdorf

  Feuchtes Felsental im Wald

 2

  Vogelherd bei Nebra

  Waldgebiet (Hirschkäfer!?)

 3

  Beyers Hölzchen Laucha/OT Dorndorf

  Wald mit Quelle u. typischer  Trockenwaldflora

 4

  Drei Schafteiche Altenroda

  Kleingewässer (Kammmolch!)

 5

  Katzel bei Nebra

  Quelle/Waldbereich

 6

  Hang und Plateau am Lohholz Karsdorf

  Trockenhang (Trockenrasen)

 7

  Sumpfwiesenstück bei Kirchscheidungen

  Kleingewässer, früher feuchter Bereich

 8

  Kiesgrube bei Laucha

Kleingewässer ehem. Kiesgrube

 9

  Schweinshügel im Ried bei Allerstedt

  Kleingewässer/ehem. Kiesgrube

10

  Kleines Ried bei Memleben

Feuchtwiese

 11

  Wiesengraben Burgscheidungen-Wennungen

artenreicher Graben

 12

  Adonishang bei Zscheiplitz

Trockenhang (Wie der Name schon sagt!)

 13

  Reußen bei Freyburg

Trockenrasen

 14

  Muhle bei Schleberoda

Trockener Hang, teilweise Streuobst

 15

  Pilzschutzgebiet Freyburg

Waldfläche

 16

  Lissenberg bei Balgstädt

Trockenhang

 17

  Waldfläche im Pfaffengraben bei Balgstädt

Waldfläche, artenreiche Vegetation

 18

  Ackerwildpflanzen-Reservat Weischütz

Ackerwildkräuter

 19

  Klinge Westhang bei Weischütz

Trockenrasen

 20

  Klinge Waldsaum bei Weischütz

Trockenrasen

 21

  Klinge Hochfläche bei  Weischütz

Trockenrasen

 22

  Ennsberg  bei Laucha

Trockenrasen

 23

  Galgenberg bei Freyburg

Trockenrasen

 24

  Hohn bei Balgstädt

Trockenrasen

 25

  Lehden bei Balgstädt

Trockenrasen

 26

  Mühlholz bei Balgstädt

Waldfläche

27

  Schleberodaer Steinbrüche

Trockenrasen, ehemaliger Steinbruch

 28

  2 Flächen in der Neuen Göhle

Waldfläche

 29

  Fläche im Hirschrodaer Grund

Trockenrasen

 30

  Steinbacher Hang mit Plateau

Trockenrasen

 31

  Birkenwäldchen bei Krawinkel

Waldfläche

 32

  Billrodaer Schachtgelände

Waldfläche

 33

  Kopflinden-Hang bei Tröbsdorf

Hang mit Kopfbäumen (Linden)

 34

  Apenninen-Sonnenröschen-Hang bei Karsdorf

Trockenhang

 35

  Hohe Gräte bei Karsdorf

Trockenhang

 36

  Ginster-Altobst-Hang bei Wallroda

Streuobstwiese/Trockenhang

 37

  Sparkasse bei Bucha

Waldfläche (Ahronstab)

 38

  Polder Bei Allerstedt

gebüschreicher Damm

 40

  Unstrutaltarm mit Kopfweidenbestand bei Wendelstein

  Unstrutaltarm

 41

  Altarm und Schilffläche unterm Wendelstein

  Unstrutaltarm

 42

  Weiße Grube bei Altenroda

  Kleingewässer

 43

  Orlas-Tümpel bei Altenroda

  Kleingewässer

 44

  (Der) Steinbach bei Steinbach

  naturnaher Bach

 45

  Teich hinterm Prömmer

  Kleingewässer

 46

  Glockenborn bei Wippach

  Quelle, gefasst

 47

  Weiher unterhalb Zscheiplitz

  Kleingewässer

 48

  Schilffläche Bad Bibra

  Röhricht

 52

  Glockens-Eck bei Dorndorf

  imposanter Gipsfelsen

 53

  Ehemaliger Muschelkalk-Steinbruch (Spitze Hut)

  ehemaliger Steinbruch

 54

  Ehemaliger Muschelkalksteinbruch bei Müncheroda

  ehemaliger Steinbruch

 55

  Lerchenhügel in der Dissau

  Endmoräne ?

 56

  Fuchsberg in der Dissau

  Endmoräne ?

117

  Adonishang auf dem Schafberg bei Weischütz

  Trockenhang

Die fett hervorgehobenen FND liegen innerhalb nach ihrer Unterschutzstellung ausgewiesener NSG.

 

   

FND "Schafteiche" bei Altenroda

 

FND "Ehemaliger Kalksteinbruch bei Müncheroda"

 

   

ND "Roßkastanie" in der Feldflur Reinsdorf

 

FND "Ulme" bei Kirchscheidungen

 

 

FND "Glockenseck" bei Laucha

 

ND -  Eiche bei Bucha

 

   

FND "Glockenseck"

   
   
FND "Glockenseck"    

 

 

Naturdenkmale im nordwestlichen Burgenlandkreis (ohne Bäume)   

  Nr.

  Name

Ort

  79

  Chirotherien-Sandstein

ehem. Buntsandsteinbruch 

  80

  Doline (Erdfall) 

geologischer Aufschluss

  81

  Teufelskirche

ehem. Buntsandsteinbruch

  220

  Quelle Amose 

gefasste Quelle

  221

  Quelle Goldborn 

gefasste Quelle

  222

  Quelle am Schlammfänger bei Zscheiplitz 

gefasste Quelle

  224

  Wendelstein 

Gipsfelsen

  225

  Buntsandsteinwände bei Nebra 

Ehem. Buntsandstein-Bruch

  226

  Teufelskanzel bei Tröbsdorf

Buntsandsteinfelsen

  228

  Galgenberg-Höhlen bei Freyburg

unterirdischer Kalksteinabbau

  229

  Muschelkalk-Höhlen an den Gleina-Dorndorfer Hängen 

unterirdischer Kalksteinabbau

 

 

 

   

Stieleiche bei Wennungen - ND

 

Elsbeere bei Tröbsdorf - ND

 

   

Stieleiche bei Wennungen - ND

            Steinbach bei Bad Bibra - FND

 

 

ND "Drei Silberpappeln" bei Kirchscheidungen

 

Naturdenkmale (kleine Auswahl von Bäumen) 

 Nr.

  Name

  Ort

 11

  Alleen aus Sommer- und Winterlinden

Neuenburg-Burgholz

 12

  Schwarznuß

Freyburg (ehemalige Post)

 13

  Traubeneiche                                         

Bibertal zwischen Thalwinkel und Tröbsdorf

 19

  Stieleiche

Landstraße Bucha u. Wohlmirstedt

 24

  Bastardplatane

Ortslage Wohlmirstedt

 31

  Sommerlinde (Revolutionslinde)

Ortslage Kirchscheidungen

 37

  Sommerlinde

Grenzbaum zwischen Krawinkel u. Steinbach

 38

  Allee mit Winterlinden („Kaiserlinden“)

Lohholz bei Karsdorf

 41

  Sommerlinde

Landwirtschaftlicher Weg Karsdorf-Nebra

 43

  Traubeneiche

Memleben, Waldrand Kuhtal (unterh. Schadenberg)

 45

  Fichte

im „Hasenwinkel“ westlich Marienroda

 52

  Ulme

Biwakplatz Unstrut, Kirchscheidungen

 53

  3 Silberpappeln (Gruppe)

Unstrut östlich von Kirchscheidungen

 55

  Gemeine Esche

Ortseingang Kahlwinkel aus Richtung Saubach

 60

  Oxelbeeralle (Schwedische Mehlbeere)

B 180, Freyburg-Gleina

 66

  Bastard-Ahorn

Feldflur Richtung Altenroda

 69

  Winterlinde

Ortslage Golzen

 71

  Eiche (Traubeneiche?)

Westrand Burgholz bei Freyburg

 73

  3 (2) Roßkastanien *

zwischen Schnecktal und Ort Saubach

 74

  Roßkastanie

an der  Kreisgrenze zum Saalekreis, Feldweg Richtung Barnstädt (Göritz)

 75

  Elsbeere

im „Bauernholz“ bei Tröbsdorf

 77

  Stieleiche (sogenannte „Metze-Eiche“)

Unstrut zw. Tröbsdorf und Wennungen

  *1 Exemplar wurde Opfer der ICE-Strecke

 

Geschützte Landschaftsbestandteile 

GLB "Gehölz bei Osterfeld"

 

   

Gehölz bei Osterfeld

 


  Für Interssierte die statistische Übersicht der nach Naturschutzrecht geschützten Gebiete und Objekte Sachsen – Anhalts - Stand 31.12.2009

Schutzgebiete Land Sachsen-Anhalt

und der Bundesrepublik

Schutzgebiete in der Bundesrepublik

auf der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz

 

 

 

 

"Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"  | Charles Darwin

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