MICHELS-NATURSCHUTZ-HOMEPAGE
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Ich zähle mit!
Noch ziehmlich dünn!!!

 Wer den Baum nur als Brennholz wertet, hat keine Ahnung,

was der Baum insgesamt ist.


Rabindranath Thakur (Tagore)
(Bengalischer Dichter, Philosoph u. Musiker, 1861 – 1941, Nobelpreis Literatur 1913) 


 

Forstwirtschaft 

Forstwirtschaft im Burgenlandkreis

Ich habe mich entschieden Bilder und entsprechende Kommentare ab sofort am Beginn der Seite unterzubringen. Das erleichtert das Einstellen

der Beiträge und ermöglicht Besuchern sich zuerst die aktuellsten Beiträge anzuschauen. 

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 Ich bin kürzlich auf eine interessante  Website mit Themen zu Wald und Naturschutz gestoßen! Die möchte ich Euch/Ihnen nicht vorenthalten!

Waldwissen – eine Website von forstlichen Fachleuten für forstliche Fachleute

Hier ein paar interessante Rupriken aus dem Bereich „LEBENSRAUM" Wald: 

Vögel                 Säugetiere              Insekten-Wirbellose

Reptilien-Amphibien-Fische                       Naturschutz (Artenschutz) 

Ich kann sie jedem interessierten Naturfreund und auch jedem Forstmann nur empfehlen!

 

Waldfläche  bei Balgstädt (2016)

Die Waldfläche im Burgenlandkreis beträgt ca. 18.700 Hektar (ca. 18 % der Landkreisfläche).

Diese gliedert sich in ca. 2.600 Hektar Landeswald, bewirtschaftet durch den Landesforstbetrieb, ca. 2.800 Hektar im

Eigentum des Bundes, bewirtschaftet durch den zuständigen Bundesforstbetrieb sowie der verbleibende Teil Kommunal- und Privatwald, bewirtschaftet in Eigenregie oder betreut durch das zuständige Betreuungsforstamt.

Zum Vergleich: Die Waldfläche im Land Sachsen-Anhalt beträgt etwa 492.128 Hektar (24,1 % der Landesfläche).

Sachsen-Anhalt  zählt übrigens damit zu den waldärmsten Ländern der Bundesrepublik! 

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Waldzustandsbericht Sachsen-Anhalt 2016

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Das waren die groben Kennzahlen zum Wald im Burgenlandkreis. Ich möchte jedoch das Augenmerk etwas

auf die "Art" der Bewirtschaftung lenken! Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es nicht oder noch nicht  in allen Waldgebieten so aussieht wie auf den folgenden Bildern!!!

Auf die Zuordnung der Bilder zu den verschiedenen Waldeigentumsarten habe ich verzichtet! 

Alle Bilder habe ich in meiner Freizeit aufgenommen. Die Bilder sind kein Fake, sie spiegeln nur die Realität wieder!

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Das Jahr 2017 beginnt,  wie das Jahr 2016 zu Ende gegangen ist!

Tonnenschwere Technik zieht seit Wochen durch das Naturschutz- und FFH-Gebiet "Forst Bibra" seine Runden.  Dort wo Arten und Lebensräume einen besonderen Schutz genießen sollen und wo sich aufgrund der hohen Schutzwürdigkeit Pferde oder zumindest nur Kleintechnik bewegen sollten, wälzt sich Großtechnik (Forwarder weisen Gewichte weit jenseits der 10 Tonnen und Harvester in der Regel weit jenseits der 20 Tonnen auf)  durch das Schutzgebiet.  Dies führt nicht nur in Schutzgebieten zu irreversiblen Verdichtungen, die noch Jahrzehnte nachwirken. Auch die die Bodenverdichtung mindernde Ketten- und Reifentechnik kann die daraus resultierenden Folgen wie Zuwachsverluste im Wald und im Schutzgebiet besonders wesentlich die Zerstörung der Bodenvegetation auf Jahre nicht verhindern, sondern nur etwas mindern. Auch die Reduzierung der Befahrung auf sogenannte Rückegassen und Feinerschließungslinien (üblicherweise im Abstand von 20 Metern) ändern,  soweit sie eingehalten werden, nichts. 

Das im Landeswald schwarze Zahlen geschrieben werden müssen kann vielleicht mancher nachvollziehen, aber das so in den naturschutzfachlich wertvollsten Gebieten unseres Landes gewirtschaftet werden muss,  stimmt mich sehr nachdenklich!

 

...... und übrigens: Gehen hier Anspruch (Homepage) und Realität  verschiedene Wege?


 

NSG und FFH-Gebiet Forst Bibra - Dezember 2016 

   
   

Höhlenbaum! Beseitigung im NSG verboten!

Hoffentlich haben keine entsprechend der FFH-Richtlinie geschützten Fledermäuse darin überwintert!

   

In ca. 4 m Höhe - also für jeden wahrnehmbar!

 

Zwei dürften nicht zu übersehen sein, oder?

   

Gepflegter Halbtrockenrasen am 22.10.2016

 

.... und am 18.12.2016

   

Gepflegter Halbtrockenrasen mit Weg, wie ich in seit über 30 Jahre kenne.

22.10.2016

 

.... und am 18.12.2016

   

wie vor ....

 

wie vor ....

   

Das ist der Bergahorn im Bild darüber links.

 

Das ist die moderne sägenlose Methode für

einen Baumschnitt!

   

18.12.2016

 

18.12.2016 - ein bisschen Halloween!

 

 

Es hat sich aber "gelohnt"!


Burgholz bei Freyburg Mai 2016

   

Zwei bis 3 Jahre nach dem Holzeinschlag folgt nun im FFH-Gebiet ein

"Holunder-Brommbeerwald".

 


 

 


Laucha/Hirschroda  Juni 2016

Ordnungsgemäße Forstwirtschaft im Burgenlandkreis 2016


Inmitten der Brutzeit findet hier einer von vielen Kahlschlägen und Durchforstungen statt. Ob Kleinsäuger, Mönchsgrasmücken, Tannenmeisen, Goldhähnchen, Rotkehlchen, Zaunkönige, Laubsänger und viele Arten mehr, werden ihrer Nist-, Brut- und Zufluchtsstätten beraubt, die Eier und Jungvögel zerquetscht oder überfahren. Alles im Rahmen der ordnungsgemäßen Forstwirtschaft zum Wohle der Erlöse.

In diesem Mischbestand war die Entnahme der Kiefer (Nadelholz kann man aus forstlicher Sicht auch in der Vegetationszeit "ernten".) das Ziel. Jedoch der gesamte Unterwuchs, bestehend aus Hasel und anderen Arten, wurde fast in seiner Gesamtheit vernichtet.

Hätte man die Arbeiten um 2-3 Monate verschoben, was zweifelsfrei möglich gewesen wäre, wäre diese Zerstörung/Tötung vermeidbar gewesen.

 Nach wie vor sind Land- und Forstwirtschaft, also die hauptsächlich für den Artenschwund Verantwortlichen, weitgehend vom Natur- und Artenschutz ausgeklammert! 

Der Nachhaltigkeitsbericht des Statistischen Bundesamtes nennt als eine wichtige Ursache für den Rückgang der Artenvielfalt die «intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung».

Hierzu auch die Aussage von Dr. Andreas Kruess, Leiter der Abteilung Ökologie und Schutz von Fauna und Flora im Bundesamt für Naturschutz (BfN)  in Schrot und Korn, Ausgabe 05/2008.


Steingraben Saubach/Bucha (2015/2016)

Wenn am Wege solche Holzablagerungen zu sehen sind, ist meist nichts Gutes zu erwarten!

   

Ablagerung des Kronenholzes bis an die solitär stehende

Kastanie heran.

 

Die Erde ist bis an den Stammfuss geschoben!

   

Eine der drei Kastanien stand im Weg!

 

... bei der nächsten Kastanie wurden die Äste,  wie leider mittlerweile üblich, abgerissen!

   

... ohne Worte!

 

... dann erst mal "ordentlich "Bahne" gemacht"!

   

"Schonende Entnahme"!?

 


 

   

ohne Worte ... .

 

Der gesamte Starkholzbestand, welcher den Restbestand schützt ist beseitigt!

   

Rand weg, große Löcher im Bestand!

 


 

   

... ohne Worte!

 


   

... und noch mehr Löcher im Bestand!

 


 

   

... und den Rotmilanhorst freigestellt!

 



 NSG "Tote Täler"(2015)

Das Foto habe ich im Juni 2016 aufgenommen. Nach dem Laubbesatz des Schlagreisigs fand der Holzeinschlag in diesem vorher höhlenreichen

Bestand (Brutgebiet von vorher u.a. Schwarzspecht und Hohltaube) in der Vegetationszeit 2015 statt.


  Holzeinschlag bei Saubach nahe Überholbahnhof der ICE-Strecke (2015/2016)

   

Da wurde "ordentlich" entommen!

 


   

Immerhin durfte die Elsbeere stehen bleiben!

 

Was ist der Plan?


Schnecktal  - "Durchforstung" in 2014/2015

Deutlich ist der Unterschied zwischen dem noch dichten und dem augelichteten Bestand zu sehen! Auch dort fehlt dem Bestand, wie in weiteren

Beständen innerhalb des Schnecktals, die Stabilität, so dass es zu nicht unerheblichem Windwurf gekommen ist.


Wald am "Prömmer" bei Freyburg (2016)

Eichen-Hainbuchenbestand "Prömmer" bei Freyburg (2016)

   

Der Bestand ist ausgezeichnet! Jeder Baum mit Pfeil wird entnommen!

  ... da kann man sich vorstellen wie der Bestand hinterher aussieht. 

In der Nähe befindlicher bereits aufgelichteter  und mit Rotbuche unterpflanzter Eichenbestand.

Ein Experiment oder gängige Praxis?

 


 Naturschutz- und FFH-Gebiet "Neue Göhle" 2016

Im NSG ist der Holzeinschlag leider  nicht eingeschränkt, doch der Horstschutz ist davon unabhängig einzuhalten. Unweit  des abgelagerten Holzes (in ca. 50 m Entfernung) befindet sich ein kartierter Rotmilanhorst, welcher zur Kontrolle Ende Mai nicht bzw. nicht mehr besetzt war.

   

Holzablagerung und entsprechende Rückearbeiten bis nah in den Horstbereich!

 


   


 


   

Solche Schäden ergeben sich, wenn man in der Vegetationszeit  ... 

 

Holzeinschlags- und Rückearbeiten vornimmt!

 


Holzeinschlag Graureiherkolonie (2015)
 

   

Holzeinschlag bis nah an die Graureiherhorste

heran!

 

Da die Horste und aufgeregten Reiher nicht zu übersehen bzw.  nicht zu überhören sind,

stört es den Eigentümer offensichtlich nicht!

 

  


 Holzeinschlag im Schnecktal bei Wallroda 2015/2016

Vom dichten Rotbuchenstarkholzbestand ist fast nichts übrig geblieben. Nur wenige dünne Rotbuchen und die Eschen am Unterhang!

Was ist hier der Plan - Naturverjüngung oder Samenträger die diese einleiten könnten sind nicht mehr vorhanden!?

Auch im daneben liegenden Bestand, in welchem vor ein paar Jahren die Forstbetriebsgemeinschaft schon mal die

"sonstigen Laubhölzer wie Ahorn und Birke gefördert" hat, hat man nun den Rest Starkholz entnommen.

Auch die kleine lauschige Talwiese wurde "zerfahren".

... und es geht weiter!  

Der nächste Bestand ist bereits "ausgezeichnet". Kaum ein stärkerer Baum wird hier stehen bleiben!

Danach wird es auch hier keinen Rückzugsraum für Rotmilan, Hohltaube, Schwarzspecht und Waldbaumläufer geben!


Herbizideinsatz auf einen Waldweg im Bereich Bucha (2015)
 

   

Die junge Rotbuche hat welke, "verbrannte Blätter", die Bodenvegetation "lässt den Kopf hängen"!

 

Was auf dem Acker hilft offensichtlich auch im Wald!


Holzeinschlag im Schnecktal bei Wallroda 2014/2015

Nachdem man 2013/2014 das gesamte Starkholz entnommen hat, hat der Wind leichtes Spiel!

Was hat sich der Eigentümer dabei gedacht ?  Über eine nicht oder kaum vorhandene Naturverjüngung kann man hier

voraussichtlich keinen Rotbuchenbestand entwickeln! Wieder eine Chance vertan! Das kann mann wohl nicht als nachhaltige Forstwirtschaft

bezeichnen, oder?


Holzeinschlag Alte Göhle bei Freyburg 2014/2015

 

Aus dem Eichen-Hainbuchen-Waldbestand werden Stück für Stück alle Eichen entfernt!

   
     
   

Stubben vom "Feinsten"!

 

Der Sägenführer scheint ein "Überlebenskünstler "zu sein!

 

 


Holzeinschlag bei Thalwinkel 2014/2015

Nachdem nun der gesamte, nein der Baum mit dem freigestellten Horst steht noch (siehe unten), Eichen- und Rotbuchenstarkbaumbestand entnommen ist, können sich hier minderwertigere Laubhölzer wie Birke und Ahorn breit machen. Eine Buchennaturverjüngung wird es hier nicht geben. Das Geld, was ihm seine Vorfahren durch forstwirtschaftlichen Weitblick verschafft haben, wird der Eigentümer wohl für einen Unterbau nicht in die Hand nehmen. Das nenne ich "nachhaltig gewirtschaftet"!!!!!

 
   

So sehen die Wege nach dem Großtechnikeinsatz aus!

 

Vom Starkholzbestand ist nichts mehr zu sehen!

   

Freier Blick ins Biberbachtal. War das vielleicht der Plan?  Ein forstwirtschaftlicher Hintergrund, insbesondere in Zeiten der Nachhaltigkeit, ist für mich nicht erkennbar!

  Ohne Worte!

Freigestellter Horstbaum! 

Ein kleiner Fortschritt ist es ja, dass man den Baum als Horstbaum erkannt hat, auch wenn vom ehemaligen Bewohner

nicht mehr angenommen wird. In anderen Bereichen fallen auch  Horst- und Höhlenbäume!

Das  im unteren Stammbereich gesprühte "H" (für Horstbaum) hat den Baum vor der Säge bewahrt. Den Horst wird jedoch kein Greifvogel mehr annehmen! Wenn es sich zum Beispiel um einen Rotmilanhorst handelt, würde es sich um eine Ordnungswidrigkeit handeln, da die Freistellung des Horstbaumes einen Verstoß gegen den im § 29 Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt verankerten Horstschutz darstellen würde.


 Holzeinschlag im FFH-Gebiet bei Wohlmirstedt  2015

   

Höhlenbaum!

 

Lebender Baum als Stütze!

Im Wald bleibt heutzutage so gut wie nichts zurück ! 

   
   

Aufs Wetter kommt es nicht an!

   

Ausgedünnt!

 

Das Ergebnis!

 

   

Welchen Zweck erfüllen solche Löcher im Bestand?

 

Die stattlichen Stämme guter Qualitäten werden zu Faserholz!

 

   

Ebenfalls im o. g. FFH-Gebiet. Wenn man doch bloß wüsste wie man Bäume fällt!

 



 

Holzeinschlag nahe Bucha (bis in den Laubaustrieb hinein) 2014/2015

Einem zartbesaiteten Naturschützer könnte es den Magen umdrehen!

Alles Starkholz  (Samenträger)  fehlt - Naturverjungung noch nicht vorhanden!

 

Waldrand!?

Ehemaliger Lebensraum von Schwarz- und Mittelspecht, Kolkrabe, Hohltaube usw.!

Ohne Worte!

 

   
     
   

Rückeschäden ohne Ende!

   
   

Hier fehlt wieder einmal ein Baum mit Rotmilanhorst!

 


   

Ein "bisschen" Wegebau!

 

.... ohne Worte!

   

Aufgelichteter Waldrand

 

.... freigestellter Horstbaum!

Holzeinschlag nahe Bad Bibra 2012/2013

Auf diesem Horst brütete 2012 ein Rotmilan erfolgreich. Im Winter 2012/2013 wurde der vorher im dichten Bestand befindliche Horst freigestellt.

Der Rotmilan hat den Horst 2013 nicht mehr angenommen!

..... so etwas dürfte auf Grund bestehender klarer Regelungen zum Horstschutz (siehe  bei NATURSCHUTZRECHT) nicht passieren!

Holzeinschlag zwischen Memleben und Wangen im Mai/Juni 2014

Kahlschlag im gemischten Laubholz im Mai/Juni 2014 - inmitten der Vogelbrutzeit!

   
     
   

Ein neuer Rückeweg durch den Rotbuchenaltbestand ...

 

....hier gab es vorher keinen Weg!

..... da fehlen mir die Worte!!!!!

   
   

Ordnungsgemäße Forstwirtschaft???

   

Holzeinschlag im NSG und FFH-Gebiet "Forst Bibra" 09/2013

Die Kiefer ist vollständig entnommen - übrig bleiben ein paar teils durch den Holzeinschlag beschädigte Eschen und Ahorne!

   

Unterpflanzt wurde der "Restbestand" bis 12/2014 nicht ....

 

.... was soll aus diesem Bestand werden?

Buchaer Wald 2013/2014

Hier liegt das Stammholz (Traubeneiche).

.... und das ist vom Bestand übrig geblieben!

Holzeinschlag im Borntal NSG und FFH-Gebiet "Forst Bibra - Herbst 2013

Von diesem Standort ....

... bis zum Waldrand rechts im Bild, liegen schön aufgereiht Eichenstämme.

Am Kronenbild im Hintergrund sieht man deutlich woher Sie stammen!

Der Eichenbestand im NSG- und FFH-Gebiet ist gerade mal 3 Hektar groß! Erstaunlich wie viel Holz man doch von so einer kleinen Fläche

herunterholen kann! Da liegen die Kronen der gefällten Eichen aber noch im Wald! Aber seht weiter...... 

.... ich finde keine Worte!

.... auch hier nicht!

Der Bestand ist extrem aufgelichtet, der Waldrand aufgerissen ....

Was ist der Plan ????

Eine Eichennaturverjüngung im zukünftig "versteppten Wald" kann wohl nicht das Ziel sein - vielleicht späterer Kahlschlag und aufwendige

Aufforstung? Wie steht es da mit den Erhaltungszielen im FFH-Gebiet?

 

Hier noch ein paar Bilder aus 2014:

Fast alle Eichen mit entsprechendem Stammholzanteil sind entnommen!

Lichter Bestand mit Kronenresten und "Holundernaturverjüngung"!

 
 

.... und aus 2016  

 

 

 

 

Brennessel und Holunder gewinnen die Oberhand! (2016)

 


Holzeinschlag im Februar/März bis April 2013 im Saubachtal

.... hier der "Erlös"!

.... und hier der traurige und klägliche Rest!

Davor übrigens eine Kompensationsfläche im Zusammenhang mit der ICE-Neubaustrecke!

Ein Baum der sich z.B. für einen Horstbau eignen würde ist nicht übrig geblieben. 



Holzeinschlag Anfang Mai 2013 bei Bucha

  "Ohne vernünftigen Grund " in der Brutzeit gefällt!

.... um diese Zeit sind die Bruthöhlen und Horste bereits längere Zeit besetzt!!!

Die Rotbuche hatte gerade ausgeschlagen!

Was der "Fäller" sich dabei gedacht hat bleibt sein Geheimnis. Ich denke jedoch "NICHTS"!


Holzeinschlag im NSG und FFH-Gebiet Forst Bibra im Mai 2013

Frisch gefällte Birke! Im NSG sind ab 1.03. Holzeinschlagsmaßnahmen verboten!

18.05.2013 -  Forst Bibra

 

 


Holzeinschlag im NSG "Forst Bibra" (FFH-Gebiet)2012/2013

 

Befahrung und Ablagerung auf orchideenreichen Halbtrockenrasen

   

Die vorher meist grünen Wege  haben gelitten!

   
 
   

Die Bestände sind teilweise sehr licht geworden.

 

Auch Rotbuchen müssten bei Nadelholzeinschlag fallen.

Holzeinschlag 2013/2014 im NSG "Forst Bibra" (FFH-Gebiet)

Mit dem Harvester wurden Schneisen in  den Steilhang geschlagen.

Was hat es außer Erlösen, insbesondere aus waldbaulicher Sicht, gebracht?


Holzeinschlag "Neue Göhle" bei Freyburg 2012/2013 (FFH-Gebiet)

(Ich bekomme immer zu hören: "Es wächst ja viel mehr nach, als geerntet wird ...!"- Das sehe ich an den vielen dichten Altbeständen!!!)

Ich glaube bei den folgenden Bildern aus der "Neuen Göhle"braucht man nicht viel zu kommentieren ........!  

Weg Nr. 1

Weg Nr. 2

Weg Nr. 3

 .... und es war noch nicht Schluss - die Harvester ratterten noch bis Mitte April  durch den Wald!

und so sieht es nach entsprechenden Aktionen aus (Bilder aus 2011)

 

  Aber es gibt auch kleine Lichtblicke - zwei Höhlenbäume sind durch ein "H" wie Horst- oder Höhlenbaum gekennzeichnet und sollten so erhalten bleiben.

Gut gemeint! - Aber die Bestände sind meist so aufgelichtet, dass Greifvögel und Hohltaube kein Interesse mehr an der Weiternutzung der Horste und Höhlen haben! Unweit von den Bäumen (unten) wurde z.B. ein Habichtshorst nicht mehr angenommen.  

"Lichtblick" -

gekennzeichnete  Höhlenbäume in der "Neuen Göhle"

(Rotbuchen außerhalb des NSG )

 Aufhebung von Naturwaldzellen

Im Land Sachsen-Anhalt wurden nach über 10 Jahren eine Reihe von Naturwaldzellen aufgehoben. Laut Artikel in der MZ vom  20.03.12 geschah die Aufhebung bereits Ende 2011.

Der NABU kann es nicht verstehen, doch das zuständige Ministerium hat interessante Erklärungen: „Ausweisung von Naturwaldzellen hat nichts mit Naturschutz zu tun“, „gedoppelte Waldtypen“ usw..

Unter anderen ist von der Aufhebung eine nun ehemalige Naturwaldzelle im Ziegelrodaer Forst „Der kahle Berg, welche seit 2001 ausgewiesen war, betroffen.Dafür wurde aber im NSG „Steinklöbe“ eine neue Naturwaldzelle (Steckbrief der Naturwaldzelle Steinklöbe) mit einer Größe von 31,2 Hektar ausgewiesen.

Die Waldflächen dort sind jedoch, bis auf drei anteilig kleine Forstabteilungen (Nadelholz und ein Rotbuchenbestand mit Naturverjüngung), schon einige Jahre durch die NSG-Verordnung  geschützt.   

Altbestand mit Totholz

 Man hat also Flächen im Bereich „Kahler Berg“ (51 Hektar), welche sich über 10 Jahre ohne Eingriffe entwickeln und erholen konnten, für eine typisch ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung „freigelenkt“ und eine bereits unantastbare Fläche im Naturschutzgebiet als Naturwaldzelle ausgewiesen. Warum hat man über zehn Jahre Entwicklungsvorsprung aufgegeben?


   Holzeinschlag im NSG "Trockenrasenflächen bei Karsdorf" im Mai


 Harvestereinsatz innerhalb eines Naturschutz- und FFH-Gebietes Ende Mai zur Brutzeit!

(Waldgebiet mit Vorkommen von Nachtigall und Sperber! (nun ehemaliges Vorkommen))

   

Artenreicher Waldboden? Vielleicht vor dem Einsatz!

FFH-Gebiet  Schafberg und Nüssenberg bei Zscheiplitz  (4736-305)

 

 Ehemaliger gestufter Waldrand mit Brutplätzen von Neuntöter,

Klappergrasmücke usw.

 Kein Wunder bei dieser Technik!

 

 Auch diese seit vielen Jahren abgestorbene Rotbuche musste der Motorsäge zum Opfer fallen!

   

 Diese vielen Höhlen und Nischen, als Lebensraum einer Vielzahl von Lebewesen,

waren kein Grund den selbst als Feuerholz wertlosen Baum stehen zu lassen!

 

 ..... unter anderen zog in dieser Buche 2008 ein Grauspecht seine Jungen auf.

   

 Holzeinschlag im FFH-Gebiet Schafberg und Nüssenberg bei Zscheiplitz

 

 Die wenigen alten Eichen im Bestand wurden wegen ihres ca.

6-Meter-Stammes entnommen.

   

 Holzeinschlag im Naturschutz- und FFH-Gebiet

 

 Die hohlen und Höhlenbäume mussten fallen!?

   

 Holzabtransport auf Halbtrockenrasenfläche

 

Waldweg nach Harvestereinsatz bei Steinburg

 Heutzutage darf offensichtlich jeder mit der Motorsäge in den Wald -

wie man an Stubben und Stammfuss deutlich erkennen kann!

 

Projekt "49 Förster - 49 Arten"
Faltblatt des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalt


Der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt hat ein nettes Faltblatt in Richtung Umsetzung der FFH-Richtlinie herausgebracht.

Nachdem Faltblatt sollte man davon ausgehen, dass in den relevanten Landeswäldern alles getan wird um die Natura 2000 umzusetzen.
Schaut selber mal raus und bildet Euch eine Meinung.
Immerhin bewirtschaftet der Landesforstbetrieb derzeit noch ca. 137.000 ha Wald und soll/möchte „Naturschutz-Dienstleister“ sein.

I. Eine Auswahl ökologischer Maßnahmen, welche in Landeswäldern angewendet werden sollen:

Erhalt von Horstbäumen
Erhalt von Höhlenbäumen
Erhalt von Biotopbäumen
Einrichtung von Horstschutzzonen
Erhaltung/Wiederbelebung historischer Waldbewirtschaftung
(Festlegung von) Behandlungsgrundsätzen (z.B. kleinflächige Nutzungsformen)
Erhalt von Alt- und Totholz
Erhalt von Sonderstrukturen und Mikrohabitaten
Erhalt habitatrelevanter Altbäume/Überhälter (Restvorräte) und Altholzinseln

Wenn in den mir im kleinen Rahmen bekannten Landesforsten eine Holznutzung, insbesondere durch  Selbstwerber vorgenommen wird, werden diese Flächen

(auch in NSG u. FFH-Gebieten) ausgeräumt. Alles verwertbare Holz wird aus dem Wald gebracht.  Auch Höhlen- und Horstbäume werden nicht immer geschont bzw. so frei gestellt, dass sie durch die vormaligen Bewohner nicht mehr angenommen werden.

II. Maßnahmen zum Artenschutz

-    Entlassung von Habitatbäumen (5 Bäume/pro Hektar) aus forstlicher Nutzung (Ist natürlich schwierig so aufgelichtet die Bestände schon sind.)
-    Holzeinschlag nur in mittelfristigen Intervallen zum Schutz der Populationen (Kann ich nicht bestätigen!)
-    Holzeinschlag/-aufbereitung während der Brut- u. Aufzuchtszeit ist zu unterlassen (Gilt auch für Selbstwerber!)
-    Horstschutzzonen von 100-300 m (z.B. Schwarzstorch, Adler) mit Verbot jeglicher forstlicher u. jagdlicher Störungen (März bis Juli/August)
-    Ausweitung des vorgenannten Zeitraumes für andere Arten – z.B. Kolkrabe ab Januar u. für Habicht, Graureiher und Waldohreule ab Februar (Wer kennt die

entsprechenden Horste und wo wurde das umgesetzt?)


Das Faltblatt ist sehr ansprechend aufbereitet und vom theoretischen Ansatz sehr lobenswert, doch nun gilt es die "Vorgabe" auch  flächendeckend umzusetzen.

Wenn Ihr mal reinschauen wollt, hier der Link:

Faltblatt     

 

 

   

Der Wald, hier im FFH-Gebiet bei Wohlmirstedt, wird völlig ausgeräumt - kaum ein Ästchen bleibt zurück!

 

Man glaubt gar nicht wieviel Holz man aus einem kleinen Wald, hier im FFH-Gebiet  bei Zscheiplitz, herausholen kann.

   

.... und so sieht es nach dem Großtechnikeinsatz aus! (Privatwald)

 

..... natürlich konform mit dem Waldgesetz  (ordnungsgemäße Forstwirtschaft)!

 

 Noch ein Bild aus 2010. Das wollte ich Euch nicht vorenthalten. 

Das hätte er wohl gerne, der Waldbesitzer !!!!!

Bevor man solchen blödsinnigen Unfug an eine gesunde Eiche nagelt, sollte man sich vielleicht

über einschlägige Rechtsvorschriften informieren.

  

 

 

Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalt - LWaldG
Vom 25. Februar 2016

§ 23 (Auszug)

Begehen

(1) Das Recht auf Begehen der freien Landschaft schließt das Skifahren, Rodeln, Klettern, Spielen sowie ähnliche Betätigungen zu Fuß ein.

(2) Das Begehen der freien Landschaft außer zum Zwecke der Erholung sowie das Begehen von

 

 

 

 

 

 

 

 

1.

 

 

 

 

 

 

eingefriedeten Grundstücken,

2.

 

 

 

 

 

 

Forstkulturen,

3.

 

 

 

 

 

 

Äckern in der Zeit zwischen dem Beginn der Aussaat und dem Ende der Ernte,

4.

 

 

 

 

 

 

Wiesen während der Brut- und Setzzeit und Weiden während der Aufwuchs- oder Weidezeit,

5.

 

 

 

 

 

 

land- und gartenbauwirtschaftlichen Dauerkulturen einschließlich Rebflächen und Baumschulen oder

6.

 

 

 

 

 

 

land-, fischerei-, forst-, jagd- oder gartenbauwirtschaftlichen Einrichtungen

ist nur mit vorheriger Zustimmung des Grundeigentümers oder des Nutzungsberechtigten zulässig.

 

 Für die Erholung bedarf es also keiner Genehmigung des Eigentümers!!!

Eigentlich klar geregelt, oder ?


 NSG "Forst Bibra" (2012)

 Ist das eine forstliche Schneise oder ein Anfang für eine Bundesautobahn?!

   

Nein - es könnte sich auch um "Schußschneisen" handeln!

  FFH-Gebiet

 

   

Wer hat den Selbstwerber mit dem Hänger dort hingelockt?
Vielleicht der Maler diesen hübschen Schriftzugs?

 

An Farbe hat es im NSG noch etwas gefehlt! Nun wird
der Jäger seinen Schießstand sicher finden.

   

Das ganze NSG steht voller neuer "Schießstände"!

 

Hier darf auch eine Schneise durch die angelegte

Forstkultur nicht fehlen!

  

   

Holzeinschlag bei Bucha - Bei dieser Holzeinschlagsmaßnahme 2011/12 im Privatwald, sind mindestens 7-8 Schwarzspechthölen beseitigt worden.

 

Das sind über 50 % der vorhandenen Schwarzspechthöhlen im gesamten Waldgebiet. Das ist schon ein kleines Drama für die dortige  Hohltaubenpopulation.

 

Holzeinschlag bei Bucha - einen Baum mit Höhle hat man im Einschlagsbereich stehen gelassen! 

Ich weiß leider nicht, ob diese Zeichnung am verbliebenen Höhlenaum eher ironisch gemeint ist!?

 


Ziegelrodaer Forst /Südrand (2011/12)

 

 

   

Zur Vogelbrutzeit im Juni 2012 der Waldkantenschnitt und ....               

 

...... wenn schon, dann richtig! (FFH-Gebiet "Ziegelrodaer Buntsandsteinplateau")

 


Wald bei Schleberoda (2013)

   

Auch im Wald darf, wie man hier deutlich siegt,  jeder "Spezialist" an die Motorkettensäge!

 

Der völlig gesunde Stammfuss wurde abgeschnitten und achtlos liegengelassen!

 NSG und FFH-Gebiet "Forst Bibra" (2012)

   

Warum muss man einen so schönen Haselstrauch im NSG umschieben?
Der hätte für Haselmaus und Co noch viel Nahrung "produziert"!

 

Hier noch einmal der gleiche Blödsinn im gleichen Gebiet.

 

 

"Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand" Charles Darwin

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