in Aufbau!
Artenschutz im Burgenlandkreis
Man glaubt für gewöhnlich, es gebe keine Steigerungsform von tot.
Diese gibt´s aber doch: ausgestorben.
Martin Kessel (Dt. Schriftsteller, 1901 - 1990)
Artenschutz ist natürlich ein sehr breites Thema. Hier nur ein kleiner Ausschnitt vor allem zum "Tierartenschutz"! Zum Thema Artenschutz siehe auch
Landschaftspflege
Beweidungsprojekte
1. Höhlen, Stollen und Bunker
Es wird gesagt, dass der Burgenlandkreis zu den fledermauskundlich wichtigsten Landschaftsräumen in Sachsen-Anhalt zählt. Die Vorkommen einer Vielzahl von seltenen und gefährdeten Fledermausarten begründet sich vor allem in der Strukturvielfalt des Gebietes und dem Zusammenspiel zwischen geeigneten Jagdlebensräumen sowie dem Vorhandensein geeigneter Sommer- und Winterquartiere. Der überwiegende Teil unserer heimischen Fledermäuse überwintert in frostfreien untertägigen Quartieren wie Kellern, Stollen und Bunkern.
Daher liegt das Augenmerk neben der Erhaltung bekannter Sommerquartiere bei der Sicherung, Ausgestaltung (Schaffung von Hangplätzen, Verbesserung der klimatischen Verhältnisse) und ggf. Öffnung vorhandener Höhlen/Stollen und ehemaliger Bunkeranlagen.
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gesicherter Kalksteinstollen (Fledermauswinterquartier)
| | Kleine Hufeisennase im Winterquartier
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Im Burgenlandkreis bisher nachgewiesene Fledermausarten:
(Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit!)
Mausohr (Myotis myotis)
Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)
Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)
Breitflügelfledermaus(Eptesicus serotinus)
Mopsfledermaus (Barbastellas barbastellus)
Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)
Braunes Langohr (Plecotus auritus)
Graues Langohr (Plecotus austriacus
Großer Abendsegler (Nyctalus noctula)
Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii)
Kleinabendsegler (Nyctalus leisleri)
Kleine Bartfledermaus (Myotis mystacinus)
Große Bartfledermaus (Myotis brandti)
Fransenfledermaus (Myotis nattereri)
Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)
Link zum Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalte.V.
www.fledermaus-aksa.de
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gesicherte Fledermauswinterquartiere (ehemaliger GUS-Bunker u. Stollen)
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Langohren im Sommerquartier in einem gesicherten Bunker !
| | Kleine Hufeisennase im Winterquartier (Stollen)
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gesicherter Stollen im Buntsandstein
| | gesicherter GUS-Bunker
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Abbau von Kalkstein unter Tage
| | gesicherter Eingangsbereich
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Mopsfledermäuse (denke ich!)
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...nochmal Mops?
| | Braunes Langohr |
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.....gesicherter Höhleneingang
| | ...mit Hangplätzen ausgestatteter Bunker
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Langohren im Winterquartier (ehemaliger GUS-Bunker)
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2. Gebäude
Wasserturm für den Artenschutz saniert!
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Wasserturm vor und ..... | | und nach der Sanierung. |
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mit Nistmöglichkeiten für Dohle, Schleiereule, Turmfalke, verschiedene Klein- vögel sowie Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse | |
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Trafohäuser für den Artenschutz saniert!
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Trafohäuser saniert und für den Artenschutz umgebaut
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Durch Sanierung und Abriss zahlreicher privater und landwirtschaftlicher Gebäude gehen viele Brut- und Lebensstätten, insbesondere für Schleiereule, Turmfalke, Mehl- und Rauchschwalbe, Mauersegler, Haussperling sowie für viele Fledermausarten verloren. Nach einer Dachsanierung mit Vogel- und Insektenband, findet sich kaum noch eine Lücke für Spatz & Co.
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Trafohäuser saniert
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Trafohaus Wetzendorf
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Nisthilfen + Fledermauseischlupf
| | Fledermausbrett |
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Trafohaus Tröbsdorf
| | Trafohaus Wangen
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Wasserhaus bei Wangen
| | Sicherung und Sanierung als Zwischen- und Sommerquartier
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Mit einer artenschutzgerechten Sanierung von z. B. ungenutzten Trafohäusern und Wassertürmen lassen sich eine Vielzahl von Brut- und Lebensstätten herrichten. Innen in der unteren Etage, bietet sich bei entsprechender Belichtung durch Glasbausteine und der Schaffung entsprechender Einflüge, Platz für Rauchschwalbe und Hausrotschwanz. Im oberen Bereich können mindestens zwei Großnistkästen für Schleiereule und Turmfalke mit entsprechenden Einflügen nach außen eingebracht werden. Bei Wassertürmen kommen aufgrund der umfangreichen Möglichkeiten auch Dohlennistkästen in Betracht. Außen am entsprechenden Gebäude kann man z.B. den Dachkasten mit Einfluglöchern für Kleinvögel, Mauersegler und Stare sowie mit Nisthilfen für Mehlschwalben ausstatten. Darüber hinaus können einzelne Niststeine und Kästen, in Aussparungen oder ehemaligen Fensternischen, für Singvögel eingebaut werden. Im Dachbereich bleibt bei Einbau entsprechender Fledermausziegel auch Platz für ein Fledermaus- Sommerquartier.
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Wasserturm vor ......
| | und nach der Sanierung.
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Turmfalken-Jungvögel in Trafohaus
| | junge Schleiereulen im Trafohaus
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Schleiereulengelege | | Schleiereule |
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Großer Abendsegler
| | Großer Abendsegler
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junge Fledermäuse suchen Schutz im Schatten
| | kleine unbestimmte Fledermaus
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Sommerquartier des Mausohrs
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Rote Listen Sachsen-Anhalt: http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=35698
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Mehlschwalbenkolonie | | Mehlschwalben sind nicht überall willkommen!
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3. Vogelschutz an Freileitungen
Entsprechend § 41 Bundesnaturschutzgesetz vom 29.07.2009 sind bestehende Masten und technische Bauteile von Mittelspannungsleitungen mit hoher Gefährdung von Vögeln sind bis zum 31. Dezember 2012 die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung gegen Stromschlag durchzuführen. Die hiesigen Energieunternehmen sind eifrig dabei die Mittelspannungsleitungen zu sichern (siehe Bild unten) bzw. sie über große Strecken in den Boden zu verlegen.
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Schutzkappen auf Mittelspannungsleitung (enviaM)
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4. Sonstiges
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Fischaufstieg mit Nistmöglichkeiten für die Gebirgsbachstelze
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"Hirschkäferwiege" |
Kopfbaumpflege
Auch die Pflege von Kopfbäumen ist ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil von Artenschutzmaßnahmen. Duch den Kopflindenschnitt bei Burgheßler wurde z.B. ein wichtiger Lebensraum des Eremit (Osmoderma eremita) ist ein Käfer aus der Unterfamilie der Rosenkäfer (Cetoniinae), er wird auch Juchtenkäfer genannt. Das seltene und unauffällig lebende Insekt ist im Anhang II und IV der FFH-Richtlinie aufgeführt und ist dort als prioritäre Art (Für deren Erhaltung kommt der Gemeinschaft eine besondere Verantwortung zu) eingestuft.
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gepflegter Kopflindenbestand bei Burgheßler
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