Hier möchte ich "Aktuelles" und "Verschiedenes" zum Besten geben. Habt Ihr eine Meinung dazu, dann äußert sie bitte im Gästebuch oder schickt mir eine E-Mail:
Danke!
Letzte Aktualisierung: 20.02.2012
Sumpfrohrsänger füttert Kuckuck
Übrigens wird die HP ständig aktualisiert/erweitert. Es lohnt sich also immer mal einen "Blick darauf zu werfen".
Nicht jeder hier übernommene oder zitierte Artikel spiegelt meine Meinung wieder. Manche sollen einfach nur zur Diskussion anregen!
20.02.2012
„Schwiegermuttergift“ tötet Krähen
So titelt die MZ am 16.02.2012. Nachdem im November 2011 bei Hoym (Salzlandkreis) 53 Tote Saatkrähen gefunden wurden, ist nun die Ursache bekannt. Das Insektizid Parathion (auch E 605 oder "Schwiegermuttergift" genannt) ist die Ursache für den Tod der Krähen. Da dieses Gift bereits seit 10 Jahren verboten ist, kann man hier wohl davon ausgehen, dass jemand zur Saat bestimmtes Getreide entsprechend mit dem Gift präpariert hat. Also, eine vorsätzliche Tat mit sich die Staatsanwaltschaft zu befassen hat. Das Ergebnis der notwendigen Ermittlung steht jedoch in den Sternen. Ich hoffe man findet den Krähenhasser und zieht in entsprechend zur Verantwortung. So richtig dran glauben kann ich jedoch nicht.
Gerichtsarithmetik: 1x Jagdstörung = 4x Enten tottreten
Viermal eine Ente tottreten hat die gleiche juristische Konsequenz wie einmal ins Nebelhorn blasen. Schon interessant wie deutsche Gerichte entscheiden. Ein Vogelschützer, welcher bei einer Jagd ins Nebelhorn geblasen hat, musste viermal soviel Strafe zahlen, wie ein Jäger der eine durch ihn angeschossene Ente totgetreten hat.
Da stellt sich doch die Frage: Wer hat eine Lobby und wer hat keine?
Biodiversität
Was ist Biodiversität? Das BfN interpretiert den Begriff so: „Die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde, die Biodiversität, ist die Variabilität lebender Organismen und der ökologischen Komplexe zu denen sie gehören. Diese umfasst drei Ebenen, die Vielfalt an Ökosystemen bzw. Lebensgemeinschaften, Lebensräumen und Landschaften, die Artenvielfalt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der verschiedenen Arten.“
Um die Aufgabe der Erhaltung der Biodiversität aufrecht zu erhalten hat der Bund sowie wahrscheinlich auch jedes der Länder eine eigene Strategie verabschiedet. Aus meiner Sicht wieder viel Papier und Phrasen die eher nur Willensbekundungen als tatsächliches Handwerkszeug zur Erreichung des gemeinsamen Zieles sind.
Das Artensterben geht auch in der Bundesrepublik unaufhaltsam (oder vielleicht nur unaufgehalten) weiter!!!!
Auch das Land Sachsen-Anhalt hat seine eigene Biodiversitätsstrategie. Was der Umweltminister sagt könnt Ihr in einer Mitteilung der Staatskanzlei lesen.
Einen Artikel zum Thema von Wilhelm Breuer, welcher durch Fakten, Zahlen und etwas Ironie besticht, fand ich letztens im Internet.
Endlich hat man nach zwei, drei Jahren den Kormoran wieder als Problemvogel entdeckt und somit wieder ein Feindbild. Am Mittwoch den 15.02.2012 hörte man im Umweltausschuss des sachsen-anhaltinischen Landtages Experten zum Thema.
Hobbyangler und Fischereiberechtigte haben „zum Glück“ ihr Interesse am Artenschutz wieder entdeckt und plädieren nun dafür Fischarten (z.B. die Äsche) zu schützen, welche die Einen beim Hobbyangeln und die Anderen bei der Fischereiausübung bisher nicht wirklich interessiert haben.
Der Umweltminister kündigt bereits Konsequenzen ,, wie Abschuss und Eierklau“ an und das obwohl von 430 bereits 2009 genehmigten Kormoranabschüssen bis heute nur 96 Abschüsse tatsächlich erfolgt sind. So drängend schien das Problem wahrscheinlich bisher doch nicht zu sein. Da fragt sich nur, wer dann wohl die neuen ggf. Abschussmöglichkeiten auch umsetzt.
Man will nicht dulden, dass bestimmte Fischarten so dezimiert werden, dass sie bald nicht mehr existieren. Wenn man bei anderen gefährdeten Arten (ohne Lobby) nur auch so denken würde! Wann will man wirklich aktiv das Waschbär-Problem angehen. Aber nein, die Waschbären sind ja bei der Bekämpfung der Kormorane aktiv! Dass der Waschbär aber auch viele andere Arten ohne Lobby bedrängt, wie z.B. den Rotmilan, spielt keine Rolle. Wer isst denn schon gern Rotmilane…... .
Übrigens waren und sind in diesem Winter bisher, auch vor der gerade vergangenen „Eiszeit“ mit weitgehend zugefrorener Unstrut, für den aufmerksamen Beobachter nur wenige Kormorane zu sehen.
Übrigens deckt sich die Sorge der im Landtag angehörten Experten nicht mit meinem Ökologieverständnis zum Thema Ausrottung. Da ist der Mensch, besonders wieder in der heutigen Zeit, dem Kormoran um Lichtjahre voraus! Nur der Kormoran hat halt keine Lobby, wie dass zum Beispiel die Jagd oder die bekanntlich am stärksten für das Artensterben verantwortliche Landwirtschaft hat
30.01.2012
Es gibt auch positive Nachrichten im Naturschutz
…schreibt der Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V. (Aksa) auf seiner Homepage. In einem im Burgenlandkreis befindlichen gesicherten Altbergbau konnten über 300 Exemplare der Kleinen Hufeisennase (nach BNatSchG streng geschützte Art sowie Art nach Anhang II u. IV der FFH-Richtlinie) im Winterquartier festgestellt werden. Der Bestand hätte sich zwar langfristig seit Sicherung des Hauptstollens 1994 erhöht (ca. 90 – 120 Exemplare), doch eine solche Erhöhung des Bestandes kann man sich nicht so recht erklären. Eine Möglichkeit für den plötzlichen Anstieg wäre jedoch (laut Aksa), dass ein im Umfeld bisher unbekannt gebliebenes Winterquartier weggefallen ist und die durch Sicherungsmaßnahmen des Stollens geschaffenen günstigeren Verhältnisse dazu beigetragen haben.
Leipzig/Luckenwalde/Dormagen: Illegale Greifvogelfallen entdeckt und sichergestellt - Polizei in drei Bundesländern im Einsatz
Innerhalb von nur sieben Tagen haben Mitglieder des Komitees gegen den Vogelmord und des Vereins Sächsischer Ornithologen (VSO) 3 Fälle von versuchten illegalem Greifvogelfang festgestellt. In allen drei Fällen wurden die "Habichtskörbe" von der Polizei eingezogen. In allen drei Fällen wurden Strafverfahren eingeleitet.
Diese drei Fälle sind sicher nur einige von vielen illegalen Greifvogelverfolgungen. Die Dunkelziffer ist enorm hoch. Leute haltet die Augen offen und bringt entsprechende Beobachtungen/Feststellungen zur Anzeige.
Geocaching ist eine Art moderne Schatzsuche und Schnitzeljagd unter Zuhilfenahme modernster technischer Möglichkeiten (GPS-Empfänger). Die Einen verstecken irgendwo Döschen, die neben einem „Notizbüchlein“(Logbuch) manchmal kleine Dinge (den „Schatz“) enthalten. Das Versteck wird dann in Form von Koordinaten im Internet veröffentlicht. Andere machen sich auf den Weg um „den Schatz zu heben“. Diese tragen sich in das Logbuch ein, verstecken das jeweilige „Geocache“ wieder am Fundort und vermerken den Fund ggf. auf der zugehörigen Internetseite.
Was mir und vielen Anderen jedoch Sorgen bereitet, sind die Auswirkungen auf viele geschützte und streng geschützte Arten. Mittlerweile hat sich das „Geocaching“ zu einer Massenbewegung gemausert. Allein in Deutschland sollen bereits weit über 160.000 Geocache auffindbar sein.
Junguhu
Da bleiben Felsen, Trockenrasenhänge, Höhlen, alte Bunker, alte Waldbestände und andere interessante Punkte in der Landschaft, auch weit ab der öffentlichen Wege, nicht verschont. Gerade dort befinden sich jedoch die Brutplätze (z.B. Wanderfalke, Uhu, Schwarzstorch) oder Winterquartiere (Fledermäuse) besonders und streng geschützter Arten. Nach Berichten von Ornithologen und Fledermausexperten soll es bereits da und dort zu Verlusten durch Vergrämung der Altvögel und Störungen der Fledermäuse gekommen sein. Ich selber habe bereits sieben solcher Geocaches, teilweise weit ab der Wege, in Naturschutz- und FFH-Gebieten und innerhalb besonders geschützter Biotope aufgefunden, übrigens auch ohne GPS und Karte!
Hier noch ein Vortrag vom BfN – mit Lösungsansätzen zur Problematik.
23.01.2012 Bestandssituation ausgewählter Brutvogelarten in Sachsen-Anhalt 2010
Art
Geschätzter Landesbestand 2010 (Brutpaare)
Tendenz
Graureiher
1.200
Bestand rückläufig (2006/2008 = 1.800 BP)
Schwarzstorch
27
Bestand leicht schwankend
Weißstorch
574
Bestand leicht ansteigend
Fischadler
26
Bestand leicht ansteigend
Wiesenweihe
35-40
Bestand gleichbleibend
Seeadler
35
Bestand leicht ansteigend
Wanderfalke
29
Bestand leicht ansteigend
Wachtelkönig
230 - 250
Bestand hat sich seit 2006 verdoppelt!
Steinkauz
10-15
Restbestand gleichbleibend
Uhu
30-50
Bestand gleichbleibend
Bienenfresser
494
Bestand hat sich seit 2006 mehr als verdoppelt!
Wiedehopf
50 - 60
Bestand ansteigend (2006 = 25 – 40)
Blaukehlchen
200-250
Bestand hat sich seit 2006 mehr als verdoppelt!
Quelle: Ausschnitt (Spalte 1 und 2) aus "Bestandssituation ausgewählter Brutvogelarten in Sachsen-Anhalt" – Jahresbericht 2010 (Stefan Fischer und Gunthard Dornbusch) - Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt- Sonderheft 1/2011 – Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt
23.01.2012
Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Der Wolf kam in Deutschland bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts vor. Der letzte freilebende Wolf wurde am 27. Februar 1904 in der Lausitz erschossen. Danach, insbesondere nach dem II. Weltkrieg, kam es immer wieder zu Einwanderungen von Wölfen aus dem Osten, welche zumeist mit einem Abschuss der Tiere endeten. Für den Burgenlandkreis gibt es nur einen verlässlichen Nachweis des Wolfes aus dem Jahre 1568 (Quelle: Der Zeitzer Forst – Natur und Nutzungsgeschichte einer Landschaft, 2010) Nach etwa 150 Jahren wurden in Deutschland (2000) in der sächsischen Oberlausitz erstmals wieder Wolfswelpen in Freiheit geboren. Somit ist der Wolf wieder in Deutschland heimisch.
Wolf im Gehege
(Foto von einem guten Freund)
Der Wolf ist in Europa durch drei Richtlinien geschützt:
1.
durch das WashingtonerArtenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 – Anhang II
2.
mit der Berner Konvention - Anhang II
3.
durch die FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG) - die Art in Anhang IV, sein Lebensraum Anhang II.
Der Burgenlandkreis wird wohl vom Wolf, wenn seine Ausbreitung voranschreitet, nur auf Reviersuche durchstreift werden. Die Hohe Schrecke, der Zeitzer und Ziegelrodaer Forst sind von ihrer Ausdehnung einfach zu klein um einem Wolfsrudel ausreichend Nahrung zu bieten. Der Wolf benötigt Reviergrößen zwischen 150 und 350 km²! Der Wolf, welcher früher in ganz Europa verbreitet war, ist im engbesiedelten Deutschland vielen Gefahren ausgesetzt, insbesondere das ausgedehnte Straßennetz, welches der Wolf auf der Suche nach Partnern und geeigneten Revieren immer wieder queren muss, werden ihm seine Ausbreitung erschweren. Die meisten Naturfreunde und Naturschützer begrüßen die Wiederkehr des Wolfes als Teil unserer heimischen Fauna. Es gibt jedoch auch eine andere Personengruppe, welche sich mit einer Wiederbesiedlung nicht anfreunden kann, was mind. Zwei bekannte illegale Abschüsse von Wölfen belegen.
Wolf im Gehege
(Foto von einem guten Freund)
Einige Jäger sehen sich in ihrer Rolle als „Regulierer“ in der Natur und somit ihrer Existenz bedroht. Leider fehlt diesen Jägern jeglicher Sachverstand bezüglich der Vorgänge in der Natur. Dies dokumentiert ein Artikel in der „Märkischen Allgemeinen“ nur zu anschaulich.
Dort wird von einem Jäger deutlich ausgesprochen, was er von der Wiederansiedlung des Wolfes hält. Besonders „schön“ ist eine Beispielsrechnung bezüglich der Kosten der Wolfsernährung anzuschauen. Auch die Einstufung von Waschbär und Marderhund als (offensichtlich natürliche) „Regulierer“ in unserer heimischen Fauna, haben mich vollends vom Sachverstand dieses Jägers überzeugt.
Hintergrund ist vor allem der Wunsch den Wolf unter Jagdrecht zu stellen, um dann seinen Bestand "regulieren" zu können! Köstlich und meist von viel mehr Wissen geprägt, sind die meisten Kommentare zum Artikel!
23.01.2012
Projekt "49 Förster - 49 Arten" Faltblatt des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalt
Der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt hat ein nettes Faltblatt in Richtung Umsetzung der FFH-Richtlinie herausgebracht. Nachdem Faltblatt sollte man davon ausgehen, dass in den relevanten Landeswäldern alles getan wird um die Natura 2000 umzusetzen. Leider unterscheidet sich das im Faltblatt niedergeschriebene aus meiner Sicht wesentlich von dem was man in den mir bekannten Landeswäldern tatsächlich wahrnimmt. Immerhin bewirtschaftet der Landesforstbetrieb derzeit noch ca. 137.000 ha Wald und soll „Naturschutz-Dienstleister“ sein.
I. Eine Auswahl ökologischer Maßnahmen, welche in Landeswäldern angewendet werden sollen:
Erhalt von Horstbäumen Erhalt von Höhlenbäumen Erhalt von Biotopbäumen Einrichtung von Horstschutzzonen Erhaltung/Wiederbelebung historischer Waldbewirtschaftung (Festlegung von) Behandlungsgrundsätzen (z.B. kleinflächige Nutzungsformen) Erhalt von Alt- und Totholz Erhalt von Sonderstrukturen und Mikrohabitaten Erhalt habitatrelevanter Altbäume/Überhälter (Restvorräte) und Altholzinseln
Wenn in den mir im kleinen Rahmen bekannten Landesforsten eine Holznutzung durch Firmen oder Selbstwerber vorgenommen wird, werden diese Flächen (auch in NSG u. FFH-Gebieten) ausgeräumt. Alles verwertbare Holz wird aus dem Wald gezogen – nur bereits mulmiges, und verrottetes Holz und ein lichter Restbestand bleiben zurück! Auch Höhlen- und Horstbäume werden nicht immer geschont bzw. so frei gestellt, dass sie durch die vormaligen Bewohner nicht mehr angenommen werden.
II. Maßnahmen zum Artenschutz
- Entlassung von Habitatbäumen (5 Bäume/pro Hektar) aus forstlicher Nutzung (Ist natürlich schwierig so aufgelichtet die Bestände schon sind.) - Holzeinschlag nur in mittelfristigen Intervallen zum Schutz der Populationen (Kann ich nicht bestätigen!) - Holzeinschlag/-aufbereitung während der Brut- u. Aufzuchtszeit ist zu unterlassen (Gilt auch für Selbstwerber!) - Horstschutzzonen von 100-300 m (z.B. Schwarzstorch, Adler) mit Verbot jeglicher forstlicher u. jagdlicher Störungen (März bis Juli/August) - Ausweitung des vorgenannten Zeitraumes für andere Arten – z.B. Kolkrabe ab Januar u. für Habicht, Graureiher und Waldohreule ab Februar (Wer kennt die entsprechenden Horste und wo wurde das umgesetzt????)
Was nützt eigentlich die ganze Mühe! In den alten und neuen Privatwäldern schert sich kaum jemand um Natura 2000 oder Anhangs-Arten. Dort wird meist gewirtschaftet wie es den Eigentümern passt.
Das Faltblatt ist sehr ansprechend aufbereitet und vom theoretischen Ansatz sehr lobenswert, doch ohne entsprechende flächendeckende Umsetzung nur für die „Tonne“.
So titelt eine Internetseite des Tippler Club Deutschland auf die ich aufgrund des Artikels von Axel Hirschfeld zur illegalen Greifvogelverfolgung im vorjährigen Sonderheft des Journals für Vogelbeobachter „Der Falke“ aufmerksam wurde. Link zum Club Dort wird eine regelrechte Kampagne gegen die Greifvögel geführt. Schon die antiquierte Bezeichnung der Greifvögel als Raubvögel lasst nichts Gutes erwarten. Greifvögel wurden früher zu Unrecht fälschlich Raubvögel genannt. Die Menschen glaubten, dass Adler und so weiter Kinder rauben und auffressen würden! Das sind natürlich Ammenmärchen! Greifvögel rauben nicht sondern greifen bei der Jagd ihre Beute mit ihren Füßen (Fängen)! Daher der Begriff Greifvögel!
Auf der HP „Greifvogel.com“ gibt es zum Thema eine gute und klare Erklärung: „Der veraltete Begriff Raubvögel implizierte, dass die betreffende Vogelgruppe zu bewussten kriminellen Handlungen fähig sei und beinhaltete eine negative Wertung. Deshalb findet diese alte Bezeichnung keine Verwendung mehr. Greifvögel rauben nicht, sondern sie greifen ihre Beutetiere zum Zwecke des Nahrungserwerbs.“
Auf der HP wird vehement gegen die Greifvögel „geschossen“, da sie im Rahmen ihrer Nahrungssuche auch ab und an eine Brieftaube erwischen. Das ist z.B. in einer ländlichen Gegend, wo ein Habicht sein Jagdrevier hat oder z.B. in Berlin, wo mehrere Wanderfalkenpaare Junge versorgen, nicht auszuschließen. Immer wieder wird auf der HP auf eine sogenannte und sogar europaweite „Greifvogelplage“ hingewiesen. Nachvollziehbar unterlegt ist diese Behauptung nicht. Bis auf den Positivtrend beim Wanderfalken, dessen Bestände sich seit dem Verbot von DDT ab Anfang der 1970er Jahre langsam erholen, sind mir bei den anderen Greifvogelarten nur negative Trends bekannt. Was mich besonders erschüttert hat, war eine Aussage im Zusammenhang mit Beizvögeln (von Falknern gehaltene Greife) in Taubenschlägen und zutraulichen Greifen aus Zuchten. Es wird darauf hingewiesen, dass alle Habichte und Wanderfalken einen Chip haben und dieser zum Auffinden dieser Greife dient und dies (das Auffinden) auch funktioniert wenn diese in der Mülltonne liegen. Schon ganz schön krass. Auch Argumente anderer Greifvogelfeinde werden gern aufgegriffen. So das Märchen, dass aufgrund der Überpopulation von Wanderfalken und Habichten die Niederwildbestände zurückgehen. Sonst sind daran eigentlich immer die Rabenvögel schuld. Ich denke, wer solche Behauptungen aufstellt, sollte vorher mal in unsere in vielen Bereichen lebensfeindliche Kulturlandschaft (auf das Niederwild bezogen) schauen und sich mit den ökologischen Zusammenhängen beschäftigen.
19.12.2011
Winterzeit ist Baumschnittzeit
So, wie hier bei Schleberoda unter einer envia-Leitung, sollte es jedoch nicht aussehen, wenn man junge Linden und uralte Süßkirschbäume verschneidet.
junge Linden und .....
alte Kirschen nach dem "Profi-Schnitt"
Ich glaube da kann ich mir jeden weiteren Kommentar ersparen.
13.12.2011
Ramsauer bricht mit Grünbrücken-Stopp den Koalitionsvertrag und gefährdet damit Autofahrer und Wildtiere
sagen BUND, DJV und NABU und protestieren gegen den Stopp des Bundesprogramms „Wiedervernetzung“
Was ist eigentlich eine so genannte „Grünbrücke“?
Eine Grün- oder auch Wildbrücke ist ein Bauwerk, welches Wildtieren die Querung von stark befahrenen Straßen, wie Autobahnen und Bundesstraßen aber auch Bahnstrecken ohne Kollision mit dem entsprechenden Verkehr ermöglicht.
Noch bei einer Veranstaltung in Berlin im April 2010 zu dem Thema "Den Tieren eine Brücke bauen", betonte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Wichtigkeit von Grünbrücken. Das Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium würde noch in diesem Jahr (2011) ein nationales Programm "Wiedervernetzung" verabschieden.
Nach Bau von 18 (aus Mitteln des Konjunkturprogramms II) der wohl bereits genehmigten 93 Grünbrücken, kommt nun vor wenigen Wochen die Erklärung des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer (CSU), dass er zur Wahl stelle, dass es entweder Geld für den Bau von Ortsumgehungen oder für Grünbrücken gäbe (Grund: akute Haushaltsschwäche).
Das heißt natürlich, dass es ein Programm zur Wiedervernetzung von Lebensräumen und somit eine Minderung der von der massiven Zerschneidung der Lebensräume ausgehenden Negativwirkungen, vorläufig nicht geben wird
NABU, BUND sowie der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) kritisieren den unsinnigen Versuch von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, den Bau von Grünbrücken und Ortsumgehungen gegeneinander auszuspielen.
Bundesstraßen und Autobahnen zerschneiden in ganz Deutschland wertvolle Lebensräume und durchtrennen die Jagd- und Wanderrouten vieler Wildtiere. Neben besonders geschützten Arten z.B. Wildkatze, Luchs, Wolf und Fischotter sind vor allem auch viele jagdbare Arten wie Rotwild, Damwild, Rehwild und Schwarzwild betroffen. Viele dieser Arten wandern viele Kilometer oder brauchen wie der Luchs weiträumige Reviere (mindestens hundert Quadratkilometern).
Was sind schon vor der Wahl gedroschene Phrasen oder Koalitionsverträge!
13.12.2011
NABU sucht auch in diesem Winter nach Winterschlafplätzen der Waldohreule
Die Aktion befindet sich bereits im achten Jahr.
Die Waldohreule (Asio otus) hat sich wie viele andere Arten unserer Kulturlandschaft rar gemacht. Als kleiner Junge und Jugendlicher kannte ich noch mehrere Schlafplätze dieser Art mit 50 bis 100 Exemplaren. Leider sind diese Plätze schon seit Jahren verwaist. Hoffnungen, dass es je wieder Schlafplätze mit solchen Individuenzahlen geben wird, sind sicher verfehlt.
Heute freue ich mich über jedes Brutpaar, auf welches ich meist nur durch die über den Horstrand ragenden Federohren des brütenden oder hudernden Altvogels, aufmerksam werde.
junge Waldohreule
Der Hintergrund für den Aufruf ist ein wissenschaftlicher. Man will vor allem etwas über die Verbreitung der Art in Sachsen-Anhalt in Erfahrung bringen.
Ein weiterer Grund ist laut NABU, dass Menschen die Natur wieder bewusst wahrnehmen lernen. Das wäre sicher bei vielen bitter notwendig – doch diese erreicht man mit derartigen (zugegeben sehr lobenswerten) Aktionen nicht.
Wer entsprechende Schlafplätze kennt, sollte diese dem NABU mitteilen!!
Ungeklärtes Vogelsterben im Salzlandkreis- Artikel in der MZ vom 29.11.2011 (Salzlandkreis)
An einer Ausfahrtsstraße von Hoym wurden unter ihrem Schlafbaum 53 tote Saatkrähen sowie im Pfarrgarten 2 tote Schleiereulen gefunden. Über die Todesursache ist man im Unklaren!
Zum Glück kann bisher eine hochansteckende Geflügelseuche ausgeschlossen werden – „sonst hätten alle Geflügelzüchter wieder schnell hochwirksame Überdachungen bauen müssen“.
Die festgestellten Parasiten und Bakterien, die wohl bei einer Sektion festgestellt wurden, können wohl nicht für das zeitgleiche Sterben der Krähen und Eulen verantwortlich sein.
Hier kommt nach meiner unmaßgeblichen Meinung wohl er eine Vergiftung z.B. mit unsachgemäß ausgebrachtem Mäusegift in Betracht. Schleiereulen fressen Mäuse und Saatkrähen suchen ihr Futter auf Grünanlagen und Feldern.
Wir werden die wahre Ursache wohl nicht erfahren. Arme „schwarze Gesellen“ – so manchen Krähenhasser wird’s freuen!
Schock-Video dokumentiert Zugvogel-Massaker in Italien
Jäger töten innerhalb weniger Stunden tausende Singvögel
Diese Pressemeldung vom 23.11.2011 und ein entsprechendes Youtube-Video haben, wie heute aus dem aktuellen Newsletter des Komitee gegen den Vogelmord.eV, schon etwas Wirkung gezeigt.
Das Komitee gegen den Vogelmord.eV berichtet im heutigen Newsletter Folgendes:
„Unser am Donnerstag letzter Woche veröffentlichtes Youtube-Video zur Zugvogeljagd in der Provinz Brescia hat zu einer Protestwelle in ganz Europa geführt. Wichtig dabei ist, dass das Video auch in Italien selbst große Beachtung findet. So hat zum Beispiel "La Repubblica" - Italiens zweitgrößte Zeitung - auf seiner Internetseite das Video gezeigt, zudem beteiligt sich die LIPU (der größte Naturschutzverband Italiens) an unserer Kampagne.
Umweltminister Corrado Clini, an den sich die aktuelle Protestaktion des Komitees wendet, hat auch bereits reaiert und ein umstrittenes Gesetz der Region Lombardei zur Überprüfung an das oberste Verfassungsgericht in Italien gegeben. Währenddessen haben die Richter der regionalen Verwaltungsgerichte in Mailand und Venedig unseren Klagen stattgegeben: Die Netzfanganlagen in der Provinz Brescia sind jetzt geschlossen und die Finken- und Pieperjagd in Venetien beendet!!! Erfreulich ist vor allem, dass die EU-Kommission sich der Sache nun angenommen hat: Am 24.11.2011 wurde ein neues Verfahren gegen Italien wegen der Finken- und Pieperjagd vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet. Auch unser Video hat in Brüssel interessierte Zuschauer gehabt - das Komitee wurde gebeten, alle verfügbaren Informationen über das Massaker am Colle San Zeno schnellstmöglich zu übermitteln!“
Wirklich erfreulich! Doch es ist abzuwarten was tatsächlich herauskommt.
Der heimliche Wespenbussard kommt auch noch in unserer Region vor!
24.11.2011
HP-Erweiterung
In den letzten Tagen habe ich die HP um drei Pflanzen-Seiten erweitert. Schaut mal rein!Etwas Text zum Thema folgt noch.
22.11.2011
Vogelschützer verhindern illegale Jagd im EU Vogelschutzgebiet „Elbaue Jerichow“
Auch die Negativmeldungen aus Sachsen-Anhalt werden nicht weniger! Das Komitee gegen den Vogelmord hat Beweise für illegale Jagd auf Wasservögel im EU Vogelschutzgebiet „Elbaue Jerichow“ vorgelegt. Der Verband teilt mit, das Mitarbeiter des Vereins am vergangenen Freitag (18.11.2011) eine Gruppe von Jägern festgestellt hat, welche versucht hatte Wildgänse beim Einflug auf ihr Schlafgewässer an der Elbe bei Klietznick (Kreis Jerichower Land) abzuschießen. Entsprechendes Foto- und Videomaterial, auf dem die Jäger mit Waffen zu erkennen sind und zugeben, auf die Gänse geschossen zu haben, will das Komitee in den nächsten Tagen an die Behörden weiterleiten. Ob sich daraus etwas ergibt?
Es ist entsprechend § 23 Abs. 2 Ziffer 2 des Landesjagdgesetz für Sachsen-Anhalt (LJagdG) vom 23. Juli 1991 verboten auf jagdbare Wildgänse an und auf Schlafgewässern die Jagd auszuüben.
Ob sich das schon bei allen Jägern in Sachsen-Anhalt rumgesprochen hat oder ob man sich einfach nicht darum schert?
14.11.2011
"STOP dem Vogelmord" Fernseh- und Kino-Spot mit Hannes Jaenicke!
LKW mit zehntausend toten Singvögeln gestoppt - Pressemeldung vom 08.11.2011
Folgende Pressemitteilung habe ich beim Komitee gegen den Vogelmord e.V. gefunden:
"Ungarische Zöllner haben an der Grenze zu Rumänien am Wochenende einen LKW mit rund zehntausend frisch geschossenen Singvögeln gestoppt. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, handelt es sich dabei vor allem um in Deutschland bedrohte Feldlerchen, die bei italienischen Gourmets als Delikatesse hoch begehrt sind. mehr als 9.000 Feldlerchen sowie Hunderte Blaukehlchen, Stieglitze, Wacholderdrosseln, Misteldrosseln, Rohrammern und Bachstelzen. Nach Einschätzung eines Sachverständigen wurden die Tiere vor wenigen Tagen mit Schrotgewehren abgeschossen."
Wirklich erfreulich das den Zöllnern dieser Zugriff gelungen ist!
Das erschreckende an der Geschichte ist, dass bei einem Gesamtwert der in Nagylak beschlagnahmten Schmuggelware, die von der Polizei auf etwa ca. 333.000 Euro geschätzt wurde, ein großes finanzielles Interesse steht.
Ich habe einige interessante und nett gemachte Kampagnenmaterialen des BMU zum Thema "Biologische Vielfalt"gefunden. Diese wurden zum Thema 9.UN-Naturschutzkonferenz vom 19. bis 30. Mai 2008 in Bonn herausgegeben.
Leider, wie in vielen Naturschutzbereichen, wahrscheinlich nur eine "hochglänzende Willensbekundung".
Ich habe in den letzten Tagen in verschiedenen Rubriken wieder neues Text- und vor allem Bildmaterial eingestellt. Schaut mal durch. Übrigens bin ich in den nächsten Tagen verhindert und kann daher nicht an der HP werkeln.
Bis hoffentlich demnächst – Euer Naturschutz-Michel
29.10.2011
Krähenjagd
Ich habe mich mal wieder zum Thema Krähenjagd durchs Internet "gegoogelt". Es ist schon erschreckend, auf was man da so stößt!
Das folgende Bild paßt sehr gut zu einer Aufklärungskampagne des Wildtierschutz Deutschland e.V. - „Der Jagd ein Gesicht geben“.
Warum verbergen diese „Krähenschützen, auch „Crowbusters“ genannt, ihr Gesicht. Schämen sie sich etwa oder haben gar auch schon erkannt, dass dass eine flächendeckende Bejagung von Elstern, Eichelhähern und Rabenkrähen weder fachlich oder juristisch zu begründen, noch ethisch-moralisch zu rechtfertigen ist. Wohl kaum! Die Anzugsordnung erinnert übrigens eher an einen Kampfeinsatz als an jagdliches Brauchtum.
Eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz Bundesamt kommt zu dem Schluss, dass Rabenvögel besser als ihr Ruf wären und insbesondere andere Arten durch sie nicht gefährdet werden, sodass eine flächendeckende Bejagung von Rabenvögeln nicht sinnvoll ist. Die Studie bzw. das BfN geht noch weiter mit der Aussage, dass eine Bejagung dort, wo sie zugelassen ist, umgehend eingestellt werden sollte.
Nun ist richtig Bewegung am Himmel. Finkenschwärme, Feldlerchen und immer noch Wiesenpieper-Trupps sind unterwegs. Gestern konnte ich mehrere kleine Gruppen Rotmilane ziehen sehen. Auch ein Girlitz überflog noch singend - obwohl ich dachte die sind alle schon weit weg. In meinem Garten saß kurz der erste Bergfink dieses Jahr auf dem Wallnußbaum und ließ seinen typischen Lockruf hören. Die Kraniche haben sich nun ziemlich rar gemacht, ich hoffe jedoch, dass noch ein paar Trupps zu sehen sein werden. Dafür konnte ich heute Morgen die ersten Wildgansformationen überfliegen sehen. Die haben sicher wieder ihr Zwischenquartier auf dem Geiseltalsee bezogen. Mal sehen was sich bei diesem "Flugwetter" in den nächsten Tagen noch so tut.
21.10.2011
Petition gegen die Rabenvogeljagd
Meine Einstellung zu diesem sinnlosen Töten kennt Ihr ja von meiner Rabenvogelseite. Wissenschaftlich können die aus meiner Sicht scheinheiligen und oft aus der untersten Schublade gefingerten Gründe nicht untermauert werden.
Mal rotten die Rabenvögel die netten kleinen Singvögel im Vorgarten aus, dezimieren das Niederwild im unerträglichen Maße, fressen im großen Umfang kleine niedliche Lämmer und Kälber (sogar erwachsene Schafe werden nicht geschont), zerpicken Planen der Siloanlagen oder fressen die Maissaat vom Acker.
Die wirklichen Gründe für den Rückgang vieler jagdbarer Arten wie Hasen, Rebhühner und Fasanen, welche Begehrlichkeiten bei den Weidmännern wecken, werden totgeschwiegen. Diese subjektive Herangehensweise ist doch wirklich lächerlich. Die Jagd hat aber leider eine starke Lobby, die die des Naturschutzes weit überflügelt.
Wenn Ihr das auch so seht, dann unterschreibt bitte die Petition. Man kann hierzu nicht oft genug seine Meinung kundtun.
Die Feldlerche ist die eigentlich bekannteste Vogelart der offenen Kulturlandschaft. Jeder kennt ihren trillernden Gesang, den sie als eine der ersten heimischen Sänger im Jahr am Himmel „stehend“ vorträgt. Doch durch den Rückgang des Sommergetreideanbaus hat die Feldlerche nicht mehr genügend Bruterfolg. Die Wintergetreideschläge sind bereits am Beginn der Brutzeit sehr dicht, so dass die Feldlerche keine Möglichkeit zur Nahrungssuche hat. Auch das Einfliegen in die Kultur fällt ihr durch den dichten Aufwuchs schwer. Die zwangsläufig notwendige Verlagerung der Nester an Fahrspuren und Feldränder führt zu einem erhöhten Prädatorendruck (Fuchs, Dachs usw.) und somit zu hohen Verlusten an Jungvögeln und Gelegen. Diese Verluste und damit der sinkende Bruterfolg war und ist auf die Dauer nicht zu kompensieren.
Die Lösung oder wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung könnten die Feldlerchenfenster sein. Der Deutsche Bauernverband und der NABU Bundesverband haben das gemeinsame Projekt „1000 Äcker für die Feldlerche“ ins Leben gerufen. Dieses Projekt soll ein Beitrag zum Erhalt und Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft sein und insbesondere die Feldlerche fördern.
Ein Feldlerchenfenster ist eine ungefähr 20 Quadratmeter große Stelle in einem Getreide- oder Rapsfeld, auf der die Sämaschine bei der Aussaat angehoben wurde. Zwei dieser Fenster pro Hektar sollen ausreichend sein, um den Bruterfolg der Feldlerche deutlich zu erhöhen. Die Feldlerchenfenster wirken sich natürlich auch positiv auf viele andere Feldbewohner wie das Rebhuhn und den Feldhasen aus.
Durch den geringen Flächenbedarf pro Hektar ist der Ernteausfall durch die Lerchenfenster niedrig und der Arbeitsaufwand gering. Besonders wichtig für die Landwirte ist natürlich, dass diese Flächen „beihilfefähig“ sind (Das ind Sie auch laut Bundeslandwirtschaftsministerium)!
Mit dem Projekt sollten möglichst viele Landwirte für die Anlage von Feldlerchenfenstern zu gewinnen, um bundesweit die symbolische Summe von 1.000 „lerchenfreundlichen“ Äckern zu erreichen.
Im Land der „Frühaufsteher“ haben sich entsprechend einer Äußerung des NABU, Landesverband Sachsen-Anhalt vom 06.10.2011, bisher nur zwölf Landwirte beteiligt!
Einfach nur peinlich!!!
18.10.201
Vogel des Jahres 2012
Die Dohle
Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben die Dohle (Corvus monedula) zum „Vogel des Jahres 2012“ gekürt. Die Dohle ist, so sagt man, eine der intelligentesten heimischen Vogelarten. Leider findet Sie trotz guter Anpassungsfähigkeit immer weniger Nistmöglichkeiten und Nahrungsflächen.Bundesweit gibt es noch etwa 100 000 Brutpaare. In Sachsen-Anhalt ist der Bestand laut NABU in den vergangenen 25 Jahren um rund 25 Prozent auf ca. 800 Brutpaare gesunken.
Der Rückgang um ein Viertel des Bestandes ist ein alarmierendes Zeichen, was die Wahl zum Vogel des Jahres 2011 unterstreichen soll.
Heute 15 Uhr sind die ersten Kranichtrupps über das Unstruttal gezogen. Etwa 140 Exemplare waren in drei Trupps in Richtung Westen unterwegs. Es ist immer wieder ein Erlebnis ihr trompeten und ihre Formationen zu beobachten. Sicher werden sie uns in den nächsten Tagen noch öfter erfreuen.
13.10.201
Gedanken zum Baumschutz
Das Bewusstsein über die Bedeutung der Bäume und vor allem auch alter Bäume als Lebensgrundlagen für eine vielfältige Tierwelt, aber auch für den Menschen, ist leider bei vielen Menschen nicht sehr weit ausgeprägt.
Das wird einem schon am Beginn der so genannten „Schnittzeit“, ob in der Stadt, im Dorf, in der Flur oder im Wald, bewusst. In den Orten und entlang der Straßen und Wege werden schöne gesunde Bäume (junge wie auch alte Exemplare), durch Riesenschnitte verletzt und anfällig für Pilzbefall gemacht. Viele Bäume für die die Zeit eigentlich noch nicht gekommen wäre, fallen aus oft fadenscheinigen Gründen der Motorsäge zum Opfer. Gegen einen begründeten Schnitt zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr hat ja keiner etwas. Der Schnitt sollte nur durch geschultes Personal und im tatsächlich notwendigen Umfang stattfinden. Man lässt sich ja auch nicht von einem Gärtner den Finger abnehmen, nur weil der eine entsprechend gutgängige Schere dabei hat. An einem Baum aber, vor allem im öffentlichen Raum, darf sich so mancher selbst ernannte „Spezialist“ oder dazu beauftragte Leihe auslassen.
Über die Bewirtschaftung des Waldes, insbesondere in Hinsicht auf die Nachhaltigkeit dieses Tuns, kann sich ein Naturfreund sicher mit Forstleuten und Waldbesitzern trefflich streiten.
Vielleicht regen ja folgende Worte zum Nachdenken an:
“Zu fällen einen schönen Baum
braucht's eine halbe Stunde kaum.
Zu wachsen, bis man ihn bewundert,
braucht er, bedenkt es, ein Jahrhundert!”
Eugen Roth (Dichter)
Auf folgender Seite habe ich etwas über den Wert einer Buche (sicher Rotbuche) aus Sicht der wirtschaftlich denkenden Fraktion (sicher eines Forstwirtes!?) sowie eines Biochemikers, Umweltexperten und populärwissenschaftlichen Autors (Frederic Vester) gefunden:
Informativer und gut recherchierter Artikel des Bundesamtes für Naturschutz!
Aus dem Vorwort
„Es gibt viele Argumente dafür, die Natur zu schützen. Der Schutz der Natur sichert die Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen. Er trägt dazu bei, den heutigen und zukünftigen Generationen eine hohe Lebensqualität zu sichern. In den vergangenen Monaten geriet jedoch der alte – längst überwunden geglaubte – Gegensatz zwischen Ökonomie und Ökologie wieder in den Focus des öffentlichen Interesses. Es wird behauptet, der Naturschutz schade als Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung.
Der Feldhamster und die Mopsfledermaus seien Symbole des Stillstands.“
Doch wie sieht es tatsächlich aus?
Lest bitte selber. Ich finde den Artikel hoch interessant!
Immer größerer Anteil der Waldfläche in Deutschland wird zertifiziert bewirtschaftet.
Seit den Orkanschäden der1990er Jahre wird ein immer größerer Anteil der 10,8 Millionen Hektar Waldfläche in Deutschland naturnah bewirtschaftet.
7,3 Mio. Hektar werden entsprechend den Standards von PEFC (www.pefc.de) und 755.739 Hektar (Stand Mai 2010) nach den strengeren FSC-Standards (www.fsc-deutschland.de) bewirtschaftet.
PEFC ist international. Ein „Programm für die Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen“, dass über Ländergrenzen hinweg ein Ziel verfolgt: die weltweite Verbesserung der Waldnutzung und Waldpflege.
Das FSC-System zur Zertifizierung von Forstwirtschaft wurde gegründet zur Sicherung der nachhaltigen Waldnutzung diese beinhaltet die Wahrung und auch Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen der Forstbetriebe. Hierzu entwickelte der FSC einen allgemeinen und länderübergreifend einheitlichen Standard, der aus zehn Prinzipien und Kriterien besteht.
Demnach sind die Prinzipien (hier 4 von 10 Prinzipien) nachhaltiger Forstwirtschaft
z. B. :
Gewährleistung von Biodiversität, Schutzfunktionen des Waldes und Landschaftsschutz
Kontrolle durch angemessene Dokumentation und Bewertung der Nachhaltigkeit
Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert
Plantagen können als Ergänzung zu naturnaheren Bewirtschaftungsformen soziale und ökonomische Vorteile liefern und den Druck auf so genannte „Naturwälder“ mindern.
wahrscheinlich auch in unseren Wäldern anzuwenden.
... nach Harvestereinsatz im NSG "Trockenrasenflächen bei Karsdorf"
Wie sich das alles mit dem, was man so in unseren heimischen Wäldern (ob Landes- oder Privatwald) sieht verträgt, weiß ich auch nicht so recht.
... nach Harvestereinsatz im FFH-Gebiet "Schafberg und Nüssenberg bei Zscheiplitz"
14.09.2011
Ein paar interessante (aufrüttelnde) Videos
Orang Utan und Schokoriegel
Blauwale
Ode an die Natur
Die Biosprit-Lüge
Fette Beute Palmöl aus Indonesien
Greenpeace - Regenwald
13.09.2011
Ordnungsgemäße Landwirtschaft?
Gerade habe ich dieses Bild aufgenommen. Ich glaube hier fehlt es völlig am notwendigen Sachverstand. Bei stürmischen Wind wird hier ein abgeernteter Getreideschlag abgespritzt.
Das Spitzmittel überholt den Traktor. Da wird kein Feldrain, keine Hecke und auch kein umliegender Hausgarten geschont. Der Landwirt scheinst nicht zu merken.
europaticker vom 13.09.2011
Dubiose Deals mit der Tropenholzmafia
Geldwäschereibehörde ermittelt gegen die Deutsche Bankwegen ihrer Geschäftsbeziehung zur malaysischen Taib-Familie
Link 01
Hört ! Hört!
12.09.2011
Vogelzug
Der Sommer ist nun vorbei und es tut sich schon etwas in der Vogelwelt. Die den ganzen Sommer auffällig am Himmel jagenden Mauersegler sind bereits in ihre Winterquartiere unterwegs. Viele andere Arten wie zum Beispiel Schaf- und Bachstelze sind jetzt in größeren Trupps am Himmel zu sehen und hören. Die Schwalben haben uns auch schon zu großen Teilen verlassen. Vorletztes Wochenende konnte ich ziehende Schwarzmilane (ein Trupp aus 9 Exemplaren) beobachten. Die Rotmilane sind auch lange nicht mehr so aufällig wie noch vor ein paar Wochen. Der eine oder andere Kleinvogel, wie z.B. das Rotkehlchen oder der Weidenlaubsänger, erfreut uns noch ab und zu mit einem zaghaft vorgetragenen Lied. Gestern Nacht war mir bereits so, als wenn ich die ersten ziehenden Rotdroseln gehört hätte. Die Rotdrossel ist ein typischer Herbst- bzw. Winterbote aus nordischen Gefilden. Also Augen und Ohren auf um so wenig wie möglich vom Zuggeschehen zu verpassen.
16.08.2011
Die Herbstdrehwurz blüht !
Seit ein paar Tagen blüht wieder die Herbstdrehwurz. Sehr zeitig in diesem Jahr. Leider müßte ich heute bereits die ersten Verluste feststellen. Ein paar dummdreiste Diebe haben die ersten drei Exemplare ausgegraben. Die Grablöcher waren dilettantisch mit Moos getarnt. Irgend Jemand möchte diese Orchidee nur für sich allein haben oder eine verbotene Umsiedlungsaktion zu ungunsten des eigentlichen Standortes starten. Ich hoffe beide Varianten bringen keinen Erfolg. Leider werden solche Spinner nur allzu selten erwischt und entsprechend bestraft.
Herbstdrehwurz
Hier standen am 12.08.2011 noch zwei Exemplare!
Hier stand am 12.08.2011 noch ein Exemplar!
Artikel zur Jägerei
Gestern konnte ich beim Europaticker (Das Magazin: Umweltruf) einen interessanten Artikel mit der Überschrift
"Wo kein Kläger, da ist auch kein Richter - hohe Dunkelziffer bei den Jagd-Straftaten"
finden. Der ist auch auf der Seite vom Wildtierschutz-Deutschland zu finden. Dort gibt es auch schon einen entsprechenden Gegenartike!l
Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat mit Beschluss vom 10. Juni 2011 (Az.: 5 B 1246/11) einen Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes eines Windkraftbetreibers abgelehnt, mit dem er sich gegen Einschränkungen des Betriebs einer Windkraftanlage durch eine Verfügung des Landkreises Aurich gewand hat. Mit der Verfügung wurde dem Betreiber der Tagbetrieb zwischen 4 und 22 Uhr für den Zeitraum vom 21.05. bis 01.08.2011 verboten. Hintergrund ist eine in 50 m Entfernung befindliche Brut der streng geschützten Wiesenweihe. Wiesenweihen gehören zu den hochgradig bestandsbedrohten Greifvögeln in Deutschland. Der Greifvogel ist aufgrund seines charakteristischen (weihentypischen) Flugverhaltens einem erhöhten Kollisionsrisiko mit der Windkraftanlage ausgesetzt. Ein Verlust des Männchens der Wiesenweihe führt, da dieses das brütende und später hudernde Weibchen versorgt, zwingend zum Verlust der Brut.
Der Betreiber, welcher Ertragsausfälle vom mind. 1000 Euro/Tag ins Feld führt, dürfte darüber nicht glücklich sein.
Mittlerweile hat der Landkreis die Abschaltung einer weiteren Anlage verfügt. Seitens der Abschaltkritiker/Betreiber soll es zu telefonischer Androhung von körperlicher Gewalt gegen Mitarbeiter der entsprechenden Kreisverwaltung und nicht zuletzt gegen die Wiesenweihe gekommen sein.
Aber auch Journalisten halten nicht mit "besonders geistreicher Kost“ hinterm Berg.
In einer bekannten Zeitung war zu lesen:
„Greifvogel stoppt die Energiewende in Ostfriesland“
Es geht wie immer ums Geld. Um das Geld, welches den Windkraftbetreibern aufgrund des EEG gezahlt wird und wir alle als Stromkunden als Zwangabgabe (für erneuerbare Energien) auf unserer Stromabrechnung finden.
(EEG - Erneuerbare-Energien-Gesetz am 1. August 2004 in Kraft getreten)
Ein Gericht verhängte am 07.07.2011 hohe Strafen für den Abschuss von Störchen
Auf der Homepage des Komitees gegen den Vogelmord e.V. war Folgendes zu lesen:
"Am 6. Juni 2011 hat ein Gericht auf Malta zwei Jäger zu zwei Jahren Gefängnis und 9.000 € Geldstrafe bzw. einem Jahr Gefängnis und 5.000 € Geldstrafe verurteilt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass beide Männer Mitte Mai 2011 auf Weißstörche geschossen und dabei zwei der streng geschützten Zugvögel getötet zu haben."
Endlich sind auch die Gerichte auf Malta (sicher durch den Druck der EU) für solche Schandtaten, welche die Bemühungen in Mitteleuropa zum Schutz des Weißstorches ad absurdum führen, sensibler geworden. Zeit wird es auch
Heute bekam ich die Broschüre des NABU „STOPPT DAS ARTENSTERBEN“ in die Hände. Die dort genannten Fakten haben mich wieder mal nachdenklich gemacht.
Vor einigen Jahren haben die Politiker auf einem Weltumweltgipfel beschlossen, dass der weltweite Rückgang der Artenvielfalt, also das Artensterben, bis 2010 gestoppt werden soll.
Der NABU führt in seiner Broschüre hierzu aus:
„Doch das Artensterben nimmt im Gegenteil (weltweit) immer weiter zu. Weit über 16.000 Tier- und Pflanzenarten sind derzeit bedroht, über 869 Arten sind bereits ausgestorben und jeden Tag verschwinden weitere. Jede achte Vogelart, jedes vierte Säugetier und jede vierte Nadelbaumart wird für immer von unserem Planeten verschwinden, wenn wir nicht umgehend aktiv werden ……..“
„Auch bei uns in Deutschland ist die Situation bedrohlich: 72% der Lebensräume in Deutschland sind gefährdet und damit viele Tiere und Pflanzen, die in ihnen Leben. 40% unserer Tierarten stehen auf der Roten Liste, 3 % sind bereits ausgestorben,….. . Jede zweite einheimische Vogelart gilt als gefährdet, 30% der Farn- und Blütenpflanzen sind gefährdet oder bereits ausgestorben.
Die Zahlen sind alarmierend doch es wird, ob weltweit oder speziell in Deutschland, nur unangemessen reagiert und gehandelt.
Papier ist eben geduldig!
Zu meinem Beitrag vom 17.05.2011:
„Blühstreifenprogramm des Landes Sachsen-Anhalt
wird fortgeführt“
Ich habe nun doch einen Blühstreifen am Rande eines Weizenfeldes am NSG „Forst Bibra“ (nahe dem ehemaligen Schwimmbad in Laucha) entdecken können. Dort hat wohl die hiesige Agrargenossenschaft einen ca. 5 m breiten Streifen, bestehend aus verschiedenen Kleearten, Phazelie (Phacelia sup.), ein paar eingestreuten Sonnenblumen, Hafer (wahrscheinlich Vorjahresfruchtart) und verschiedenen Gräsern und Ackerwildkräutern angelegt. Die Artenzusammensetzung lässt aus meiner Sicht sehr zu wünschen übrig, aber die Hummeln und Wildbienen freuen sich auch über die mäßige Blütenpracht.
24.06.2011
"Waschbären-Plage ohne Ende"
So titelte heute ein gut recherchierter Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung (Ausgabe Zeitz) über die rasante Entwicklung des Waschbärenbestandes in Sachsen-Anhalt und speziell im Burgenlandkreis, Bereich Zeitz. Interessant waren die Zahlen für Sachsen-Anhalt: 2009 2.563 und 2010 bereits 8.678 erlegte Waschbären. Im Bereich Zeitz wurden Im Jahr 2000 1 Exemplar und 2010 363 Waschbären erlegt. Auch über die Auswirkungen auf die Vogelwelt und speziell den Rotmilan wurde eingegangen.
Ganz anders war ein Artikel den ich vor zwei Jahren im „Naumburger DomSpatz“ gelesen habe. Da ließ sich der Autor des Artikels ironisch über die artenschutzgerechte Sanierung des Wasserturms in Reinsdorf, welcher vorher als Ruine da stand und dem Verfall preisgegeben war, aus. Das macht man wahrscheinlich so, wenn man keine Ahnung hat und auch offensichtlich nicht haben will. Um noch eins auf seine seltsame Berichterstattung drauf zu tun, kommt auch noch das ebenfalls vor einigen Jahren sanierte Trafohaus bei Pödelist zur Sprache. „Kein Vogelschiss an der Einflugsluke. Unbefleckt steht z. B. der Turm auf der Dobichauer Höhe vor Naumburg.“ Leider schlecht recherchiert. Beide Nistmöglichkeiten für größere Vögel waren damals, wie auch in diesem Jahr, mit Turmfalke und Schleiereule besetzt.
08.06.2011
Orientalisches Zackenschötchen – Ein weiterer Neophyt breitet sich aus!
Wem ist die jetzt gelb blühende Pflanze noch nicht aufgefallen? Sie tritt auch bei uns im Burgenlandkreis seit einigen Jahren verstärkt auf und breitet sich rasend schnell aus.
Entlang vieler Straßen ist es, oft verwechselt mit dem Raps, bereits in Massenbeständen zu sehen. Es breitet sich von dort auf Wiesen, Ackerbrachen, Streuobstbestände, Trockenrasen, Ödlandflächen und Deiche aus. Besonders große Bestände haben sich bereits auf den Deichen am Flutkanal bei Memleben ausgebildet. Aber auch in Naturschutzgebieten, wie dem „Forst Bibra“ oder dem „Schmoner Busch, Spielberger Höhe und Elsloch“ macht es an sich bereits breit.
Das Orientalisches Zackenschötchen (Bunias orientalis) gehört wie der Raps zur Familie der Kreuzblütler, wird bis 1,5 m hoch und kann über 10 Jahre alt werden. Es bildet im Mai verzweigte Seitentriebe mit gelben, stark (unangenehm) riechenden Blüten.
Verbreitet wird es vor allem durch Autoreifen (im Profil) oder durch entsprechenden Wiesenschnitt, welcher an andere Orte verbracht wird.
Die Gefahr die sich durch seine Ausbreitung für den Naturschutz ergibt, ist vor allem die Bildung von Dominanzbeständen auf wertvollen Flächen und damit Verdrängung anderer Pflanzenarten, Zerstörung von Lebens- und Nahrungsräumen der heimischen Tierwelt sowie auch der Wegfall von Vernetzungslinien/-elementen in der offenen Landschaft.
Die Bekämpfung gestaltet sich, wenn man nicht permanent mit der „chemischen Keule“ herangehen will, ziemlich schwierig. Bei einer mechanischen Bearbeitung wie Umgraben, Hacken und Fräsen werden die Wurzelteile nur vermehrt und treiben neu. Der bearbeitete Boden eignet sich ideal für die Wiederbesiedlung und Ausbreitung der Art.
Häufiges Mähen (mehr als zweimal im Jahr) verhindert oder verringert aber die Blüte und Samenbildung. Davon sterben die Pflanzen jedoch nicht ab. Eine chemische Bekämpfung mit Herbiziden ist aus ökologischen Gründen eigentlich nicht vertretbar.
Im NSG „Forst Bibra“ konnte ich letztens eine kleine Schafherde beobachten, welche die Bestände erheblich dezimiert, aber natürlich nicht vernichtet hat. Die Pflanze soll nach Verbiss auch zur Neubildung von Blüten neigen, dann wäre die „Arbeit“ der Schafe fast umsonst gewesen.
Wichtig wäre es aber erst einmal, dass die Bedrohung für die heimische Fauna und Flora, welche sich aus der rasanten Ausbreitung der Art ergibt, tatsächlich von den Verantwortlichen wahrgenommen wird.
08.06.2011
Eschensterben
Wenn man so durch die Landschaft geht, fällt nun auf was Forstexperten bereits länger angekündigt haben: das „Eschensterben“. Das „Eschensterben“ hält offensichtlich nun auch in unserer Region Einzug. Bei einem Befall treten mit Beginn der Vegetationsperiode an Jungpflanzen und in Kronen der Alteschen Triebverbräunungen auf.
Verursacher der Krankheit ist wohl ein Schlauchpilz (Weißes Stengelbecherchen - Hymenoscyphus albidus). Dieser verursacht durch eine Verstopfung der Leitungsbahnen ein Triebsterben.
Es kommt zum Welken von Blättern und Absterben von jungen Trieben. Bei mehrjährigem Befall kommt es bei jüngeren Eschen zur Verbuschung (Absterben der oberen und Austrieb aus dem verbliebenen Kronenteilen). Die Entwicklung von ersten erkennbaren Schäden bis zum Absterben der Bäume kann bei starkem Befall und Neuinfektion der Triebe im ungünstigsten Fall innerhalb von nur zwei bis drei Jahren durchlaufen werden.
Das stimmt nachdenklich und erinnert an das „Ulmensterben“ was über 90 % der Ulmenbestände das Leben kostete.
07.06.2011
Sind denn manche Jäger gewissenlos??? …oder einfach nur dämlich???
Vor einigen Tagen machte ich mit meiner Kamera im Bereich „Katzel“ zwischen Nebra und Karsdorf folgende Aufnahme:
Ein Jäger und somit eigentlich auch ein Heger, welcher also auch die Natur schützt (So wird zumindest behauptet!) hat eine so genannte jagdliche Einrichtung neu aufgestellt. Die musste genau an diese Stelle. Zwei Bäume, einer am Standort des Objekts sowie einer im Bereich der zukünftigen „Schussschneise“, waren im Wege. Bevor man natürlich in Erwägung zieht den „Schießstand“ um zwei Meter zu verrücken, verstümmelt man lieber die Bäume. Diejenigen die so etwas tun, haben für mich Null Naturverständnis und sicher noch nie einen Baum gepflanzt oder aufgepäppelt.
Einfach krank und sicher eine Schande für die Jägerschaft, oder?
07.06.2011
Der Rotmilan – ein Indikator für den Zustand unserer Kulturlandschaft
Es wird immer wieder gesagt, dass Deutschland für die Erhaltung des Rotmilans die höchste Verantwortung hat. Bei 50 % des Weltbestandes, trotz Rückgangs des Bestandes in Deutschland seit den 1990er Jahren um 30%, ist das nachvollziehbar. Jetzt im Zusammenhang mit der Umsetzung des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) aus dem Jahre 1992 (Rio) und hier speziell bei der deutschen Umsetzung der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ (NBS, 2007) taucht der Rotmilan wieder auf.
Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt, welches die Umsetzung der NBS unterstützen soll, wurde der Rotmilan als eine von sieben Vogelarten aufgenommen, für deren Erhaltung Deutschland als besonders verantwortlich zeichnet.
Mit diesem Programm werden ab 2011 jährlich 15 Mio. Euro als Fördermittel zur Verfügung gestellt.
Die wesentlichste Gefährdungsursache für den Rückgang des Rotmilans ist meiner Meinung nach der Nahrungsmangel, welcher dem Nutzungswandel in der Landwirtschaft geschuldet ist (siehe auch Rotmilanseite).
Was hilft ihm also die Aufnahme in das Bundesprogramm?
Bis jetzt habe ich nur Hochglanzbroschüren und Indikatorenberichte, welche nichts Gutes verheißen, zu Gesicht bekommen. Diese kann der Rotmilan seinen Jungen aber leider nicht verfüttern. Die brauchen schon etwas Gehaltvolleres. Bis tatsächlich irgendwelche Strategien in Form von Maßnahmen greifen, wird kaum noch ein Rotmilan über unseren Köpfen kreisen. Sehr schade für uns und unsere Nachkommen.
17.05.2011
Blühstreifenprogramm des Landes Sachsen-Anhalt
wird fortgeführt
In Sachsen-Anhalt wird die Anlage von Blühstreifen entlang oder innerhalb von Ackerflächen weiter gefördert. Landwirte können über einen Zeitraum von fünf Jahren auf ihren Äckern in einer Breite von 3 bis 24 Meter Blühstreifen anlegen (ohne Dünger , ohne Pflanzenschutzmittel Blühaspekt für gesamte Dauer).
Blühstreifen dienen der Erhöhung der Biodiversität in der Agrarlandschaft. Sie sind Lebensraum und Nahrungsgrundlage für viele Tierarten, wie z.B. Feldhase, Rebhuhn, Feldlerche, Fasan, Goldammer usw. Anträge auf Teilnahme am Blühstreifenprogramm des Landes Sachsen-Anhalt konnten bis zum 15.05.2011 beim jeweils zuständigen Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) gestellt werden. Im vergangenen Jahr (Wirtschaftsjahr 2010/2011) wurden landesweit angeblich bereits 1.600 ha Blühstreifen „auf die Ackerflächen gefördert“.
Die jährliche Beihilfe für Blühstreifen beträgt bis zu 740 €/ha. Eine recht stolze Summe, gemessen am Aufwand. Für die Landwirte in meiner Gegend ist es wohl noch zu wenig. Auf ca. 400 km² im südwestlichen Burgenlandkreis konnte ich bisher (von Juli 2010 bis zum heutigen Tage) jedoch noch keinen Blühstreifen, noch nicht einmal ein Blühstreifchen, erspähen. Vielleicht habe ich sie ja übersehen, obwohl mir diesbezüglich sonst nicht viel entgeht.
Mein Garten ist so großen Teilen ein „Blühstreifen“! Ich lege ihn an und pflege ihn aber auch ohne finanziellen Anreiz, nämlich aus reiner Überzeugung.
16.05.2011
Heimkehrer VIII
Ich hatte jetzt 3 Wochen wenig Zeit oder konnte nicht in Internet. Ich war viel im Gelände unterwegs und über eine Woche war der Router kaputt. Ich werde in den nächsten Tagen etwas nachholen, Hab schon einige Ideen und viele Bilder gemacht.
Aber nun zu den Heimkehrern:
Pirol 02.05.
Baumfalke 04.05.
Mauersegler 06.05.
(Ich war wahrscheinlich der Letzte der seinen ersten Mauersegler 2011 gesehen hat.)
Teichrohrsänger 09.05.
Gelbspötter 10.05.
Sumpfrohrsänger 11.05.
Drosselrohrsänger 12.05.
Wespenbussard 16.05.
Ich denke jetzt sollten fast alle durch sein. Bis auf den Neuntöter (und den Wachtelkönig)! Ich habe trotz vieler Exkursionen in entsprechenden sonst gut mit Neuntötern belegten Lebensräumen noch keinen zu Gesicht bekommen!!! Schande Michel!?
26.04.2011
Heimkehrer VII
Klappergrasmücke 20.04.
Kuckuck 22.04. (sehr zeitig!)
Feldschwirl 23.04.
Trauerfliegenschnäpper 23.04.
Grauer Fliegenschnäpper 23.04.
Dorngrasmücke 26.04.
Beutelmeise 26.04.
Uferschwalbe 26.04.
blühende Birne
Auch die Pflanzenwelt hat durch das milde Wetter große Schritte gemacht. Die Obstblüte ist fast durch. Die Birnen und Äpfel sind den Pflaumen und Kirschen, deren Blüte bereits weitgehend vorbei ist, sehr schnell gefolgt.
blühende Wildpflaume
Auch die erste Vertreterin der Orchideen in unserer Gegend, das Bleiche Knabenkraut, steht bereits in voller Blüte. Auch die Maiglöckchen werden in den nächsten Tagen blühen.
Bleiches Knabenkraut
Haus- und Feldsperlinge füttern bereits Junge. Auch bei den Staren scheint sich schon etwas in den Nistkästen zu regen. Die jeweils nicht brütenden Partner besuchen jetzt in recht regelmäßigen Abständen die besetzten Kästen.
Star
Auch die "restliche" Tierwelt in Hof und Garten hat die schönen Tage genutzt. Die Solitärbienen zum Beispiel haben in den letzten Tagen wahre Höchstleistungen vollbracht. Sie haben bis zu acht Kammern (hintereinander in einer der im Insektenhaus eingebrachten Plastikröhrchen) mit Futter für ihre Nachkommen gefüllt und je ein Ei dazu gelegt.
20.04.2011
Heimkehrer VI
Waldlaubsänger 16.04.
Gartenrotschwanz 16.04.
Nachtigall 17.04.
Schafstelze 19.04.
Nicht ganz sicher war ich mir bei Klapper- und Sperbergrasmücke. Von beiden dachte ich Strophenteile gehört zu haben. Da ich mir aber nicht sicher war, bleiben die beiden Arten, neben den demnächst zu erwartenden Arten wie z.B. Dorngrasmücke, Trauerschnäpper, Mehl- und Uferschwalbe usw. auf der „Warteliste“.
19.04.2011
Kolkraben
Unweit einer mäßig befahrenen Landstraße nistet oder besser horstet ein Kolkrabenpaar auf einem Gittermast. Es hat, da es bereits im Februar zur Brut geschritten ist, bereits mittelgroße Junge im Horst. Heute am frühen Morgen sah ich beide Altvogel unweit der Straße an einem Hasenkadaver. Eine Steilvorlage für Greifvogel- und Rabenvogelhasser, die behaupten der Niedergang des Niederwildbestandes, insbesondere auch des Hasenbestandes, hätte vorrangig mit dem „zu hohen“ Greif- und Rabenvogelbestand zu tun. Jeder der sich tatsächlich mit der Materie befasst, muss jedoch erkennen, dass insbesondere der Greifvogelbestand in den letzten beiden Jahrzehnten auffällig zurückgegangen ist. Auch die Bestände verschiedener Rabenvogelarten wie z.B. der Rabenkrähe sind im von mir beobachteten Bereich geschrumpft, was dem Angebot für Nachnutzer der Krähenhorste, z. B. der Waldohreule sehr zum Nachteil gereicht.
Zurück zu den beiden „Kolkrabeneltern“. Die haben sich einfach nur an einem Verkehrsopfer (Blutlache auf der Straße) gelabt, was sicher durch einen umsichtigen Autofahrer und Naturfreund, welcher die Gefahr für den Verkehr und arglose Greif- und Rabenvögel erkannt hat, auf dem angrenzenden Acker abgelegt wurde.
18.04.2011
Baum des Jahres 2011 - Elsbeere (Sorbus torminalis)
Die Elsbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Gattung Mehlbeeren).
Sie ist ein sommergrüner, im Normalfall 15 bis 25 m hoher Laubbaum. Im Waldbestand, also bei Licht- und Nahrungskonkurrenz kann die Elsbeere sogar über 30 m hoch werden.
Die Rinde ist bei älteren Bäumen häufig asch-grau und kleinschuppig bei jungen Exemplaren glatt.
Die Blätter sind etwa 2 bis 7 cm lang, der Umriss ist breit bis eiförmig. Der Rand ist spitz gelappt und leicht gesägt, die Anzahl der Lappen beträgt drei bis fünf.
Blatt der Elsbeere
Die Blüten sind weiß und bilden aufrechte, lockere Doldenrispen wie z. B. bei der Oxelbeere (Sorbus intermedia). Im Herbst färben sich die Blätter goldgelb bis rötlich.
Die Früchte sind verkehrt eiförmig bis rundlich, erst olivgrün, später dann braun mit hellen Punkten und etwa 1,5 cm groß.
Ingeborg Falke, eine ehemalige Kreisnaturschutzbeauftragte im ehemaligen Kreis Nebra, machte von den Früchten ihre berühmte Elsbeermarmelade.
Die Elsbeere wird bis ca. 100 Jahre alt, kann aber in seltenen Fällen auch älter werden.
Die Elsbeere wächst meist an wärmeren Lagen, südlich exponierten Hängen.
Im Burgenlandkreis und besonders hier im südwestlichen Burgenlandkreis ist die Elsbeere stark vertreten, so z.B. in der Neuen Göhle, im Bereich Tote Täler und Rödel sowie im Forst Bibra. Und nicht zu vergessen, gegenüber meines Grundstückes steht auch eine, welche mich im Herbst immer mit viel Laub „segnet“.
Sie ist eine Halblichtbaumart da sie in der Jugend schattige Standorte verträgt.
Die Hauptverbreitung der Elsbeere liegt in Mittel- und Südeuropa.
Ich mag die Elsbbere, welche ich wie auch den Speierling seit früher Jugend kenne, sehr.
13.04.2011
Heimkehrer VI
Zur Zeit läuft der stock es etwas mit den Heimkehrern! Sicher das Wetter. Zwischenzeitlich sind alle Storchenpaare im südwestlichen BLK wieder vollständig. Auf allen drei Horsten, in Wethau, Reinsdorf und Memleben konnte man schon beide Altvögel beobachten.
Ansonsten gab es folgende "Heimkehrer":
Gartengrasmücke 07.04.
Kornweihe 07.04 (durchziehendes Weibchen)
Wiedehopf 09.04. (Durchzügler)
Der Wiedehopf brütet im südwestlichen BLK schon seit Jahrzehneten nicht mehr. Leider konnte ich auch nur wenige Durchzügler beobachten. Eine Ausnahme war vor zwei Jahren ein wenige Tage rufendes Männchen, welches jedoch offensichtlich keinen Anschluss (Weibchen) gefunden hat. Vielleicht verbessern sich die Lebensbedingungen z. B. durch das Beweidungsprojekt auf dem Rödel bei Freyburg. Bei anderen ähnlichen Projekten kann man diesbezüglich bereits Erfolge vermelden.
04.04.2011
Heimkehrer V
Girlitz 31.03.
Baumpieper 03.04.
Wendehals 03.04.
Die ersten Rotmilane und Rabenkrähen brüten bereits. Die Hohltauben und Schwarzspechte, in ihren weitgehend wettersicheren Höhlen, ebenfalls. Die alteingesessenen Kolkrabenpaare, welche zeitig mit der Brut begonnen haben, füttern bereits Junge.
03.04.2011
Fremdling?
Die Nilgans (Alopochen aegyptiacus) gehört zur Ordnung der Gänsevogel, der Familie der Entenvögel und zur Unterfamilie der Halbgänse. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Nilgans liegt in Süd- und Ostafrika.
Nilganspaar
Bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert wird die Nilgans als Ziergeflügel in Europa z.B. in Parks gehalten. Gefangenschaftsflüchtlinge sind für die zunehmende Ausbreitung der Nilgans in den letzten Jahren in Mitteleuropa verantwortlich. Verwilderte Gefangenschaftsflüchtlinge begründeten im Laufe der Zeit an einigen Stellen in Europa regionale Nilganspopulationen. In den Niederlanden brüten die Nilgänse bereits seit Ende der 1960er Jahre.
Die erste erfolgreiche Brut im südwestlichen Burgenlandkreis wurde mir 2009 bekannt.
Warum schreibe ich heute über die Nilgans? Ja am gestrigen Tage habe ich insgesamt 4 Nilganspaare um Karsdorf herum festgestellt. Man kann also sagen, dass es die Nilgans auch bei uns im Unstruttal geschafft hat seßhaft zu werden. Es wird nur nicht lange dauern und auch unsere Jäger werden Interesse an der Nilgans zeigen.
Interessant war auch die Feststellung einer Nilgansbrut in ca. 15 m Höhe auf einer Esche in einem Greifvogelhorst.
02.04.2011
Frühjahrsaspekt
Auch im Wald hat der Frühling in der Pflanzenwelt Einzug gehalten. Neben dem schon länger blühenden Seidelbast, den Märzenbechern, dem Lungenkraut, den Goldsternen und dem Leberblümchen, sind nun schon Buschwindröschen und Lerchensporn zu sehen.
Buschwindröschen
Lerchensporn
Nun dauert es keinen Monat mehr bis die erste heimische Orchidee, das Bleiche Knabenkraut, blühen wird.
01.04.2011
Krötenzaun
Die vergangene Woche war die Hochzeit der Krötenwanderung. Da und dort stehen Krötenzäune um die Hauptmasse sicher über die Straße zu bringen. Eine Schar von Kröten-, Frosch- und Molchfreunden kümmert sich um die entsprechende Straßenquerung. Leider sind die Kapazitäten begrenzt, da neben dem Auf- und Abbau auch eine kontinuierliche Kontrolle abgesichert sein muss.
Leider gibt es, wie auf dem nachfolgenden Foto zu sehen, auch Leute die öffnen die Krötenzäune aus irgendwelchen Gründen. Leider vergessen sie dann ihn wieder zu schließen. Das Ergebnis sieht man dann…!
Krötenzaun geöffnet
Das kommt dabei heraus ...!
Noch schlimmer sind jedoch diejenigen, welche sich gleich einmal ein Stück Krötenzaun für ihre individuelle Verwendung mit nach hause nehmen, also stehlen. Denen sollten im Schlaf die toten Kröten erscheinen.
30.03.2011
Heimkehrer IV
Hier die nächsten Ankömmlinge:
Schwarzmilan 26.03.
Waldschnepfe 26.03.
Fitislaubsänger 28.03.
Rauchschwalbe 30.03.
Jetzt geht es wirklich Schlag auf Schlag!
Die Elstern und Rabenkrähen sind schon tüchtig beim Nestbau, und die ersten Spechte zimmern ihre neuen Höhlen. Hoffentlich sind die Schwarspechte nicht so faul und zimmern sich neue Höhlen, damit die Nachmieter, wie die Hohltaube, einen Brutplatz finden. Neue Höhlen sind auch bitter notwendig, da den umfangreichen winterlichen Holzeinschlägen auch wieder viele Schwarzspechthöhlen zum Opfer gefallen sind.
In den letzten Tagen habe ich auch wieder viele häßliche Sachen gesehen. Hierzu muss ich aber erst die Bilder aufbereiten. Demnächst mehr dazu.
30.03.2011
Gartenteich
Langsam kommt richtig Bewegung in den Gartenteich. Neben mittlerweile 9 Laichballen vom Grasfrosch, welche ich aufgrund der Nachtfröste der letzten Tage evakuiert hatte, sind die ersten Laichschnüre der Erdkröte zu sehen. Drei bis vier Erdkrötenpaare tummeln sich im Teich. Heute sah ich ein gemischtes Pärchen von Grasfroschmännchen und Erdkrötenweibchen. Das arme Weibchen konnte sich nicht wehren, da der Grasfroschmann dieses mit dem typischen Griff "gefangen" hatte. Auch die Teichmolche sind wieder in größerer Anzahl zu sehen. Auf der Teichoberfläche sah ich heute den erten Wasserläufer. In tieferen Regionen des Gartenteiches sind schon die Libellen- und Wasserkäferlarven in Aktion.
24.03.2011
Heimkehrer III
Es wird, und kalendarisch ist es ja schon Realität, nun wirklich Frühling.
Gemeine Kuhschelle
Die Küchenschellen blühen schon. Nicht nur die Ölkäfer, sondern auch viele andere Insekten erfreuen sich an den großen gehaltvollen Blüten.
Gemeine Kuhschelle und Ölkäfer
Bei Weischütz sang gestern die erste Heidelerche. Nach den auffälligen Arten wie Singdrossel, Weidenlaubsänger, Bachstelze, Schwarzkehlchen und Hausrotschwanz werden jetzt schnell auch die unauffälligeren „Heimkehrer“ folgen.
23.03.2011
Abbrennen von ungenutzten Flächen
Brandfläche am NSG "Forst Bibra"
Das Abbrennen von Böschungen und anderen ungenutzten Grünlandbereichen ist und bleibt eine weitverbreitete Unsitte.
14.03.2011
Heimkehrer II
Am Wochenende waren noch da und dort Rotdrossel zu sehen und zu hören. Die sind auf dem Heimweg in ihre nordische Heimat. Allerorts waren auch schon die Singdrosseln zu hören. Heute hatte ich das Vergnügen mit dem ersten singenden Weidenlaubsänger (ZilpZalp) und dem ersten Hausrotschwanz. Bereits Anfang voriger Woche bemerkte ich die erste Bachstelze. Bekannte hatten sie schon eine Woche vorher festgestellt.
Goldstern
Die ersten Frühlingsblüher sind auch schon zu sehen. Entlang der Bachufer blühen bereits einzelne Goldsterne.
Auf den Trockenhängen blühen die Kornelkirschen.
06.03.2010
Heimkehrer
Seit einigen Tagen sind ja schon die Feldlerchen zurückgekehrt. Gestern flog ein Trupp von 18 Haubenlerchen über meinen Garten. Seit ein paar Tagen und besonders Heute haben einige Stare ihren Brutbaum "in Besitz genommen". Sie sangen ihre ersten Strophen, haben die Nistkästen inspiziert und sich auch schon ein wenig um diese gestritten (obwohl genügend Nistkästen da sind). Das hatte heute schon einen Hauch von Frühling!
28.02.2011
Artikel über die
Bestandsentwicklung und Gefährdung des Rotmilans in Hessen: Ein Europäer in Schwierigkeiten
Ein intressanter mit Fakten gespickter Artikel über die Situation des Rotmilans in Hessen und die Gefahren durch die illegale Verfolgung im Winterquartier (Spanien/Frankreich) aber auch in Deutschland. Wirklich sehr informativ (erschienen in "Der Falke", 2/2009). Sicher sind diese Fakten und Hintergründe in vielerlei Hinsicht auch auf unser Gebiet übertragbar.
Der Rotmilan kommt zurück in seine Brutgebieteim Unstruttal
Bereits am Donnerstag den 24.02.2011 konnte ich mich am ersten "Hiäh" eines aus dem Winterquartier zurückgekehrten Rotmilans erfreuen. Seit dem tauchen immer mehr seiner Artgenossen im Unstruttal und auch auf der Querfurter Platte auf.
Leider ist die Tendenz seiner Bestandsentwicklung deutschlandweit negativ. Seit Beginn der 1990 Jahre nahm der Brutbestand bundesweit um ca. 30% ab. Um die Hintergründe für diese Negativentwicklung zu erforschen erfolgt in den Jahren 2011/2012 eine bundesweite Rotmilanzählung statt. In Sachsen-Anhalt soll diese Zählung im Jahr 2012 erfolgen (Quelle: Der Falke JG 58-Heft 2/2011).
22.02.2011
Ab 1. März gilt das Gehölzschnitt-VerbotVorschrift soll Störung von Brutvögeln verhindern
Ab dem 1. März gilt das Gehölzschnitt-Verbot. Laut Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es bis 30. September außerhalb des Waldes verboten, Bäume, Hecken, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder bis auf den Wurzelstock zurückzuschneiden. So sollen in der Brut- und Vermehrungszeit Störungen von Brutvögeln, insbesondere an ihren Nistplätzen vermieden werden. Von dem Verbot profitieren außerdem Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, die im Sommer das volle Blütenangebot vorfinden sollen.
„Ich appelliere an die Kleingärtner und Grundstücksbesitzer, das Verbot zu beachten und die Säge zur Seite zu legen“, sagt Umweltminister Frank Kupfer (Sachsen - Red.). „Eine tierreiche und farbenfrohe Natur wird es ihnen danken.“
Das Verbot ist keineswegs allumfassend, es gibt auch Ausnahmen. Nicht betroffen sind Bäume auf sogenannten Kurzumtriebsplantagen sowie auf gartenbauwirtschaftlich und erwerbsgärtnerisch genutzten Flächen. Zu den Ausnahmen gehören außerdem Maßnahmen aus Gründen der Verkehrssicherheit sowie zulässige Bauvorhaben, wenn dafür nur ein geringfügiger Gehölzbewuchs beseitigt werden soll.
Auskunft geben im Zweifelsfall die Unteren Naturschutzbehörden in den Landratsämtern. Sie erteilen in begründeten Ausnahmefällen auch eine Befreiung von der Vorschrift.
(Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft)
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In Sachsen-Anhalt interpretiert das Landwirtschafts- und Umweltministerium das Gehölzschnittverbot des BNatSchG anders als in Sachsen. Dort gibt man den Kleingärtnern und Grundstücksbesitzern bezüglich Baumfällungen einen "Freifahrtsschein" über den 1. März hinaus. Man hat nur vergessen den Leuten zu sagen wie Sie die Einhaltung der artenschutzrechtlichen Bestimmungen gewährleisten sollen!
18.02.2011
Japan bricht Walfangsaison ab
Passend zur unten stehenden Werbung kommt heute diese Meldung!
Japans Walfänger strecken die Harpunen: Angesichts andauernder Behinderungen durch die streitbare Umweltschutzgruppe Sea Shepherd hat die Regierung entschieden, die laufende Jagdsaison abzubrechen. Das teilte Fischereiminister Michihiko Kano am Freitag mit.Die Walfangflotte werde nach wie vor von den Schiffen der Walfanggegner verfolgt. Es werde dadurch immer schwieriger, die Sicherheit der Besatzung zu gewährleisten, gab der Minister als Grund für die Entscheidung an (Quelle: dpa).
Greenpeace berichtet, dass sich schon länger abzeichnet, dass der japanische Walfang sich in einer Krise befindet. Die angeblich wissenschaftliche Unternehmung ist schon seit Jahren ein Verlustgeschäft, das von Japans Steuerzahlern bezuschusst wird.
Es wird wirklich Zeit, dass das "Abschlachten" aufhört!
16.02.2011
Werbung
Nach meiner Meinung eine der sinnvollsten und "coolsten" Werbungen im Deutschen Fernsehen!
14.02.2011
NABU setzt 1.000 Euro Belohnung für Ergreifung aus
Tote Greifvögel in Iffezheim wurden vergiftet
(verstümmelte Katze als Köder)
Die am 26. Januar bei Iffezheim gefundenen Greifvögel wurden vergiftet. Das entsprechende Resultat der toxikologischen Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Karlsruhe liegt nun vor.
Die fünf vergifteten Bussarde bei Iffezheim wurden mit einer toten Katze geködert, die mit dem Narkosemittel Penthobarbital präpariert war. Vermutlich um die Identifikation der Katze zu vermeiden, wurden dem Tier die Ohren abgeschnitten. Bei der Vergiftung der 28 Greifvögel im nahen Rheinstetten waren hingegen Teile von Wildtieren verwendet worden, die mit dem Pflanzenschutzmittel Carbofuran bearbeitet waren.
Der Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. „Der NABU Baden-Württemberg setzt daher eine Belohnung von 1.000 Euro aus für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Die Vergiftung von Tieren ist ein Verbrechen und muss ein Ende haben.“
Menschen die so etwas tun, soweit man diese überhaupt als solche bezeichnen kann, müssen nach meiner Meinung gewissenlos, erfurchtslos und gestört sein, oder?
Hoffentlich hilft die Belohnung etwas!
13.02.2011
Der Frühling ......
..... läßt sicher nicht mehr allzu lange auf sich warten. Neben den Winterlingen kommen im Garten auch schon die Schneeglöckchen zum Vorschein. Im Gartenteich sind die Wildfische wieder aktiv und mind 5 Grasfrösche sind auf dem Teichgrund auszumachen.
Elsternest
Heute haben mich zwei Elstern erfreut, welche ich aus meinem Fenster heraus beim Nestbau beobachten Konnte. Im Wald brüten bereits die ersten Kolkraben oder treiben sich mindestens in Nestnähe herum.
06.02.2011
Wieder vergiftete Mäusebussarde
In Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe) wurden 28 tote Mäusebussarde gefunden, die eindeutig mit einem verbotenen Pestizid (Carbofuran) vergiftet wurden, so berichtet der NABU auf seiner HP.
Es ist ja schon erfreulich das der Landesjägermeister vom zuständigen Landesjagdverband Baden-Württemberg entrüstet ist. Sollte sich herausstellen, dass an der Vergiftungsaktion Jäger beteiligt waren, so soll diese (nach seiner Meinung) die volle Härte des Gesetzes treffen und der Verband würde für die nötigen Sanktionen sorgen.
Na mal sehen!
05.02.2011
Jäger „erlegt“ Großtrappe
Ein Jäger hat bei Mühlstedt (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) hat am 29.12.2010 ein Exemplar der seltenen Großtrappe geschossen, deren Bestand in Deutschland mittlerweile nur noch etwa 100 Tiere beträgt.
Der Jäger soll angegeben haben, dass die Trappe geschwächt gewesen und bereits von Kolkraben attackiert worden sei. Er habe angenommen, dass die Großtrappe den Tag nicht überleben würde. Er war der Meinung das er das Tier „erlöst“ hat.
Woher der Jäger die Qualifikation zur Beurteilung des tatsächlichen Gesundheitszustandes der Großtrappe hatte bzw. warum er sich diese anmaßte ist nicht bekannt geworden.
Es war zu vernehmen, dass sich das Tier in normalem Ernährungszustand befunden hat. Aber unabhängig davon hatte der Jäger kein Recht dazu die Trappe zu töten. Diese „Erlösermentalität“ hatte hier nichts zu suchen. Diese kostete 2009 bei Gedelitz bereits einem Wolf das Leben.
Das Motto sollte also heißen:
Erst DENKEN - dann SCHIESSEN!!!
02.02.2011
Weiteres mysteriöses Vogelsterben in den USA aufgeklärt
Unter www.shortnews.de war hierzu Folgendes zu lesen:
Im Zusammenhang mit dem massenhaften Sterben einiger Tiere haben sich in jüngster Vergangenheit einige Mythen gebildet. Für die rund 200 Stare, die im US-Bundesstaat South Dakota innerhalb weniger Tage tot vom Himmel fielen, gibt es eine einfache Erklärung. Entgegen der ursprünglichen Annahme, die Tiere seien der kalten Witterung zum Opfer gefallen, gab jetzt das Landwirtschaftsministerium an, dass die eigenen Mitarbeiter die Tiere vergiftet hätten. Man zeigte sich überrascht, dass es die Tiere überhaupt so weit geschafft haben. Die Stare sollen im angrenzenden Bundesstaat Nebraska Schäden an Viehfutterstellen verursacht haben. Ein USDA-Biologe verteidigte die Maßnahme als notwendig. "Gift ist immer der letzte Ausweg", so Ricky Woods. Insgesamt sollen rund 2.000 Stare von dem vergifteten Futter gegessen haben.
Die vielen Mutmaßungen, wie z.B. Silvesterböller etc., (die meiner Meinung nach an den Haaren „herbeigezerrt“ wurden), sollten sicher nur von den wahren Hintergründen ablenken.
20.01.2011
Friedhelm Hensen verstorben
Erst am heutigen Tage erhielt ich die Nachricht über den Tod von Herrn Friedhelm Hensen.
Friedhelm Hensen, Leipzig-Markkleeberg * 24.06.1958 in Zeitz, † 04.12.2010 in Leipzig
Die Naturschützer in Sachsen und Sachsen-Anhalt verlieren mit ihm einen kompetenten Mitstreiter im Natur- und besonders im Artenschutz. Im Rahmen seiner Tätigkeit (Hensen-Büro für Naturschutz) hat er viel für den Artenschutz, insbesondere die Schaffung von Nisthilfen für Mauersegler und Co und auch die heimischen Fledermäuse, getan. Eines seiner letzten Projekte war die Neuanlage eines Fledermausstollens (u.a. für die Kleine Hufeisennase) bei Freyburg.
NABU Thüringen und Komitee gegen den Vogelmord e. V. verurteilen illegale Greifvogelverfolgung
In Thüringen mehren sich Vorfälle der illegalen Verfolgung von Greifvögeln. Beispiele aus den letzten Jahren wie im Weimarer Land und im Raum Sömmerda zeigen, dass es oft nicht leicht ist, den Tätern habhaft zu werden.
Trauriges und aktuelles Beispiel: Mitte Oktober letzten Jahres hatten Spaziergänger im Weimarer Land in einem illegal aufgestellten Fangeisen einen noch lebenden Habicht gefunden. Ein herbeigerufener Jäger musste den schwer verletzte Habicht von seinen Qualen erlösen. Der Fall wurde durch das Komitee gegen den Vogelmord e.V. bei der Staatsanwaltschaft Erfurt zur Anzeige gebracht. Wie der Geschäftsführer des Komitee gegen Vogelmord e.V. Alexander Heyd darlegte, handelt es sich bei diesem aktenkundig gewordenen Fall nur um die Spitze des Eisberges! Ein weiteres Beispiel aus dem Raum Sömmerda zeigt, dass auch in Thüringen eklatant gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen wird. Hier wurden über Jahre hinweg, trotz laufender polizeilicher Ermittlungen, mit einem hochgiftigen Pestizid getränkte Köder ausgelegt.
Mäusebussard
Die Palette der Methoden, mit denen Greifvögeln nachgestellt werden, ist breit gefächert. Neben dem Einsatz von mit Pestiziden oder mit Nervengiften versetzten Ködern, Fangeisen und Habichtfangkörben, werden auch Greifvögel in Wildvogelpflegestationen eingeliefert in denen Schrotprojektile zu finden sind. Diesen grausamen Nachstellmethoden fallen Vogelarten wie z.B. Mäusebussarde, Habichte, Rotmilane, Uhus aber auch Sperber, Turm- und Wanderfalke zum Opfer.
Doch gibt es mittlerweile eine Reihe von rechtskräftigen Gerichtsurteilen, in denen solche Wilderei mit hohen Geldstrafen oder auch dem Entzug des Jagdscheines geahndet wurden.
Ist es nicht erschreckend mit welchem Einfallsreichtum und mit welcher kriminellen Energie diese Greifvogel-Hasser vorgehen!
Ich gehe davon aus, dass auch hier in Sachsen-Anhalt eine Menge derartiger Sachen im verborgenen vor sich gehen.
19.01.2011
Ministerium will in Mecklenburg-Vorpommern Jagd auf Elstern und Krähen gestatten
Nun plant auch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern, mit der Vorlage einer überarbeiteten Jagdzeitenverordnung, die Jagd auf Elstern, Raben- und Nebelkrähen zu gestatten.
Im europatickervom 12.01.2011äußert sich der BUND wie folgt dazu.
Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND, protestiert gegen diese nach Verbandsmeinung "Ermöglichung jagdlicher Willkür", für die es keine Begründung gibt. Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND, äußert hier u.a.: "Mit dem vorliegenden Verordnungsentwurf werden Rabenvögel mit mittelalterlich anmutenden Vorbehalten als Überträger von Krankheiten und als Schadtiere in Wald und Flur gebrandmarkt. Das Ministerium legt jedoch keinen einzigen Nachweis für die haarsträubenden Vorwürfe gegen diese Vögel vor, die jeglicher Grundlage entbehren. Minister Backhaus agiert hier erneut als Lobbyist von Bauern- und Jagdverbänden und nötigt seine Verwaltung, völlig unseriös und blamabel vorzugehen."
So sollen Elstern und Krähen nach Auffassung des Ministeriums für den Rückgang von anderen Vogelarten, zum Beispiel des Rebhuhns, verantwortlich sein. Auch würden sie Schweinepest und andere Krankheiten übertragen. Arndt Müller vom BUND: "Diese Schuldzuweisungen an die Elstern und Krähen sind ausgemachter Unsinn. Keine einzige Tierart ist wegen der Rabenvögel gefährdet, sondern wegen einer jahrzehntelangen umweltschädigenden Landwirtschaft. Rebhühner verhungern heutzutage, weil sie in totgespritzten Getreidefeldern keine Nahrung mehr finden und Schweinepest wird vor allem durch Massentierhaltung und Tiertransporte begünstigt. Wir fordern eine Ende der Hetze gegen schützenswerte Vögel."
Rabenvögel, so der BUND, gehören zu den intelligentesten Vögeln unserer heimischen Fauna. Als Kulturfolger haben sie sich zahlreiche Nahrungsquellen in unserer Kulturlandschaft erschlossen. Indem sie sich unter anderem von Aas ernähren und dieses damit beseitigen, verhindern sie eher die Ausbreitung von Krankheiten, statt sie zu befördern. Trotzdem haben die Vögel mit zahlreichen Vorurteilen zu kämpfen, die mehrheitlich unbegründet sind. Weitere Informationen unter www.bund-mv.de.
Meine Meinung zum Thema könnt Ihr auf meiner Rabenvogelseite erfahren.
15.01.2010
Grasfrösche/neue "alte" Bilder
Seit heute sind bereits wieder Grasfrösche in unserem Gartenteich. Zwei große Weibchen, zwei große Männchen und ein Kleiner, sicher aus dem vorigen Jahr. Das verhältnismäßig warme Wetter (11 Grad) hat sie wohl herausgelockt. Mal sehen wie sie sich verhalten wenn es jetzt wieder kälter wird.
Ich habe etwas in meinem Bilderfundus gewühlt und ein paar Schwarz-Weiß-Bilder mit meinem neuen Dia-Scanner gescannt. Leider Ist die Qualität insbesondere bei den Dias nicht so toll. Vom Schwarz-Weiß-Negativ sind einige Bilder ganz pasabel. Schaut mal auf der Rotmilanseite.
Junger Rotmilan in Akinese.
10.01.2011
Seeadler
Heute konnte ich zu meiner großen Freude, wenn auch nur kurz, im Unstruttal bei Laucha einen Seeadler beobachten. Sicher durch die ausgedehnten Hochwasserflächen angezogen, überflog er sehr niedrig das Gebiet. Das war wirklich eine imposantes Bild.
07.01.2011
Neues Naturschutzgesetz in Sachsen-Anhalt
Auch Sachsen-Anhalt hat es nunmehr geschafft ein neues Naturschutzgesetz auf den Weg zu bringen.
Das seit 01.03.2010 geltende Bundesnaturschutzgesetz vom 29.07.2009 machte eine ganze Reihe von Änderungen der entsprechenden Landesnaturschutzgesetze notwendig. Bisher war das Bundesnaturschutzgesetz eine Rahmengesetz, welches durch die Länder durch eigene Gesetze auszufüllen war. Mit der Föderalismusreform von 2006 hat sich dies geändert. Nunmehr stellt das BNatSchG eine konkurrierende Gesetzgebung dar. Das heißt im Klartext: Mit Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes am 01.03.2010 gelten dessen Regelungen erstmals bundeseinheitlich.
29.12.2010
Futterhaus
Gestern hat der Kernbeißer das erste Mal in diesem Jahr meine Futterstelle besucht. Ich hatte schon während der Brutsaison den Eindruck, dass die Bestände langsam ausdünnen. In vielen Waldgebieten ist der Kernbeißer rar geworden. Schade!
Kernbeißer an der Futterstelle
27.12.2010
Susi
Am 30 .08.2010 hat uns unsere Cockerspaniel-Hündin Susi verlassen. Ich hatte darüber berichtet. Schon im September haben wir, da uns Susi sehr fehlte, das Tierheim Eulau besucht. Sofort hatten wir uns uns in eine Mischlingshündin (damals 6 Monate alt) verliebt. Zufällig hieß sie auch Susi. Schon drei Tage später haben wir sie dort abgeholt. Ich glaube Sie fühlt sich bei uns recht wohl. Aber seht selbst ... .
Susi im verschneiten Garten
26.12.2010
Gänsesäger
Gestern kam ich an der Schleuse in Freyburg vorbei. Unterhalb der Schleuse waren auf dem Wasser zwischen 30 und 40 Gänsesäger zu sehen. Leider konnte ich wegen des Verkehrs nicht anhalten, um die genaue Zahl festzustellen. Ein Foto zu machen war auch nicht drin, da ich die Kamera nicht dabei hatte, was eigentlich sonst nicht vorkommt. Wer in der Nähe ist, sollte dort mal vorbei schauen. Von der Unstrutbrücke sind sie gut zu sehen. Auch Kormorane sind dort oft bei der Jagd zu beobachten. Mit etwas Glück kann man sich auch am Eisvogel erfreuen.
20.12.2010
Wintervögel
Ich habe lange nichts von mir hören lassen. Hab erst mal wieder Bilder für die HP rausgesucht und verkleinert und einige mir angetragene Fehler korrigiert.
In den letzten Tagen ist mit des öfteren der Jahresvogel 2010 "ins Auge gefallen". Sie sitzen da und dort auf den Bäumen an Saale und Unstrut. Ich meine jedoch, dass bedeutend weniger Kormorane als in der letzten "Kormoransaison" unterwegs sind. Die Angler wird es freuen, dass weniger dieser "Schwarzen Gesellen", als aus ihrer Sicht lästige Konkurrenten, "mitfischen".
Auch die für mich ersten Gänsesäger (3;4) in dieser "Wintersaison" konnten, zusammen mit ein paar Kormoranen, am Unterwasser der Schleuse in Freyburg beobachtet werden.
Hallo Leute! Vor ein paar Tagen habe ich mir den Leitfaden Greifvogelverfolgung geladen. Es ist wirklich grausam, was Menschen sich alles ausdenken, um Greifvögel zu töten und mit welcher kriminellen Energie der Greifvogelhass ausgelebt wird. Meist ist der Hintergrund einfach nur ein völlig falscher Ansatz - die Bekämpfung einer lästigen Konkurrenz - die tatsächlich gar keine ist.
Durch die niedrigen Temperaturen und die Schneelage ist an meinem Futterhaus schon wieder reger Betrieb. Besonders die Sperlinge, die es mir besonders angetan haben, sind wieder in großer Anzahl vertreten.
Aber auch der Buntspecht erscheint gern an der Futterstelle, um sich an einem Sack mit Walnüssen oder an den Meisenknödeln auszulassen.
02.12.2010
Vogelzug
Ich habe ein paar Tage nichts von mir hören lassen. Ich kam nicht auf meine Seite, da ich unbewusst irgendeine Einstellung geändert hatte. Nun geht wieder alles.
Der Wintereinbruch hat noch einmal Bewegung in den Vogelzug gebracht. Voriges Wochenende waren gegen Abend in der Dämmerung, bei diesigem Wetter, noch einmal ca. 180 Kraniche unterwegs. Die hatten mit dem Wetter offensichtlich große Schwierigkeiten. Sie flogen lange im Kreis und später hat sich der große Trupp in mehrere kleine Gruppen geteilt. Ein Ornithologe aus meinem Freundeskreis berichtete mir, dass bei den Mäusebussarden eine Art "Winterflucht" eingesetzt hat. Die nordischen Mäusebussarde verlagern ihre Nahrungsgebiete in südlichere Gebiete, ähnlich wie es beim Sperber bekannt ist.
Die hohe Schneelage wird den Greifen und vor allen den Eulen, wie den Schleiereulen große Probleme machen. Ganz besonders die eben erst ausgeflogenen Jungvögel aus den diesjährigen Spätbruten, welche bei der Mäusejagd noch keine Erfahrung sammeln konnten, werden es schwer haben. Leider kann man da nur schwer helfen.
24.11.2010
Neue Internetseite
Seit ein paar Tagen ist eine neue Seite über das Landschaftspflegeprojekt Kayna-Süd online. Vor wenigen Tagen berichtete ich Euch, dass ein neues Naturschutzgebiet, die "Bergaufolgelandschaft Kayna-Süd" ausgewiesen wurde. Auf der HP wird unter anderem über die Pflege mittels Beweidung mit Großherbivoren (große Pflanzenfresser) berichtet.
Ich habe gerade ein Bild vom Frühjahr diesen Jahres gefunden. Das wollte ich Euch nicht vorenthalten.
Das hätte er wohl gerne !!!!!
Bevor man solchen blödsinnigen Unfug an eine gesunde Eiche nagelt, sollte man sich vielleicht über einschlägige Rechtsvorschriften informieren.
Feld- und Forstordnungsgesetz Sachsen-Anhalt (FFOG)
vom 16. April 1997
§ 3
Betreten
(1) Jede Person darf Feld und Wald zum Zwecke der Erholung unentgeltlich betreten, soweit sich aus den Bestimmungen dieses Gesetzes nichts anderes ergibt.
(2) Der Einwilligung des Nutzungsberechtigten bedürfen in Feld und Wald:
1.
das Betreten von
a)
Forstkulturen, eingezäunten Naturverjüngungen und eingefriedeten Teichanlagen,
b)
Äckern in der Zeit zwischen dem Beginn der Aussaat und dem Ende der Ernte,
c)
land- und gartenbauwirtschaftlichen Dauerkulturen einschließlich Rebflächen und Baumschulen,
d)
land-, forst- und gartenbauwirtschaftlichen Versuchsflächen,
e)
eingezäuntem oder auf andere Weise erkennbar umfriedetem Grünland in der Zeit zwischen dem Aufwuchs und dem Ende der Ernte,
f)
land-, fischerei-, forst-, jagd- oder gartenbauwirtschaftlichen Einrichtungen.
Eigentlich klar geregelt, oder ?
21.11.2010
HP-Aktualisierung
Hallo Leute, ich habe heute wieder einige Bilder in den Bereichen Vogelwelt und Heimische Orchideen eingestellt. Wenn Ihr Lust habt schaut mal rein.
18.11.2010
Neues Naturschutzgebiet im Burgenlandkreis
Mit Verordnung des Landesverwaltungsamtes vom 08.11.2010 wurde das Naturschutzgebiet "Bergbaufolgelandschaft Kayna-Süd" ausgewiesen (Veröffentlichung im Amtsblatt des Landesverwaltungsamtes vom 16.11.2010).
Das Schutzgebiet, eine Tagebaulandschaft, hat eine Größe von ca. 350 ha (siehe auch unterFFH-und Vogelschutzgebiete).
Wenn ich einen brauchbaren Link finde, werde ich diesen hier gern bekannt geben.
11.11.2010
Arten- und Biotopschutzprogramm(ABSP) "Saale-Unstrut-Triasland"
Helau liebe Leute!
Bereits vor ein paar Tagen bin ich über den Link mit dem ABSP "Saale-Unstrut-Triasland" gestolpert. Auf dieser Seite kann man sich das gesamte Werk, inklusive aller Daten über Pflanzen und Tiere, Nutzungen, Nutzungsansprüche und Konflikte im bezeichneten Gebiet, aber auch Ziele, Anforderungen und Maßnahmen sowie vieles mehr, anschauen.
Der Europäische Gerichtshof hat am 09.11.2010 entschieden, dass die Veröffentlichung von EU-Subventionsempfängern im Agrarbereich in der bisherigen Form nicht dem Gemeinschaftsrecht entspricht.
Aus diesem Grund ist die Veröffentlichung bis zu einer Neuregelung ausgesetzt.
Tja, wer lässt sich schon gern in die Karten bzw. den Geldbeutel sehen!
08.11.2010
Komitee gegen den Vogelmord e.V
Neuigkeiten aus dem Vogelschutz-Newsletter 27/2010 des Komitee gegen den Vogelmord e.V.
Ich find die Leute einfach nur super!
Vogelschutzcamp in Norditalien abgeschlossen - mit erfreulichen Ergebnissen!
Ich habe heute die Seiten Artenschutz im BLK sowie Hof und Garten etwas erweitert. Schaut doch mal rein.
06.11.2010
Homepage über den Zeitzer Forst
Eine informative und übersichtlich aufgebaute Homepage über den Zeitzer Forst ist online. Informationen über die Geschichte des Gebietes, das Beweidungsprojekt, den Schutzstatus (z.B. Natura 2000) Arten und vieles mehr.
Dummheit, Unwissenheit oder einfach nur Frechheit?
Heute stand ich vor einer Orchideenwiese in einem Naturschutzgebiet im Burgenlandkreis. Nein heute stand ich vor einer ehemaligen Orchideenwiese in einem Naturschutzgebiet im Burgenlandkreis. Ich dachte 20 Jahre nach der Wende haben z.B. auch Landwirte dazugelernt. Offensichtlich trifft das nicht für alle zu. Aus einer artenreichen Orchideenwiese ist ein trister Acker geworden.
24.10.2010
HP-Aktualisierung
Ich habe in den letzten Tagen einige Seiten mit Bildern aufgefüllt. Schaut doch mal durch! Im speziellen sind es die Seiten "Jäger, Angler usw., Artenschutz, Vogelwelt, Heimische Orchideen, Hof und Garten" und es geht noch weiter sobald ich wieder etwas Zeit investieren kann.
14.10.2010
Eichelbohrer
In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass es nur wenig oder besser so gut wie keine Eicheln von Trauben- und Stieleiche gibt. Eine Ausnahme scheint nur die aus dem östlichen Nordamerika stammende und im 20. Jahrhundert in Europa fast überall angepflanzte Roteiche zu sein. Die hat einen normalen „Behang“.
Schon im Anfang September fiel mir auf, dass nur wenige Eicheln an unseren Eichen festzustellen waren. Interessant war jedoch, dass an fast jeder Eichel (noch am Baum) ein Eichelbohrer (Curculio glandium), ein kleiner (4 – 7,5 mm) brauner Käfer, saß. Der Eichelbohrer sieht dem Haselnussbohrer, welcher auf Haselnüsse spezialisiert ist, sehr ähnlich. Eichelbohrer fressen mit ihrem langen Rüssel tiefe Löcher in die noch unreifen Eicheln und legen dann ein bis zwei Eier in die Früchte. Die Larven verspeisen dann das Innere der Eicheln.
Eichelbohrer
Ich denke es ist davon auszugehen, dass das häufige Auftreten des Käfers nur durch die geringe Anzahl von Eicheln bedingt war bzw auffällig wurde.
10.10.2010
Vogelzug
Heute Waren die Kraniche wieder unterwegs. Drei große Trupps zwischen 80 und 100 Exemplaren haben den Burgenlandkreis in südwestlicher Richtung überquert. Das war schon ein schöner Anfang. Mal sehen wie es weiter geht mit dem Kranichzug.Vorigen Mittwoch konnte ich bei Balgstädt am Rande des NSG "Tote Täler" noch ein (sicher durchziehendes) Mönchsgrasmücken-Männchen beobachten.
Kraniche (10.10.2010)
30.09.2010
Vogelzug
Der Vogelzug ist nun merklich im Gange. Am heutigen Abend zogen die ersten Kraniche (16 Exemplare) in Richtung Süden über den westlichen Burgenlandkreis. Mal sehen wann die großen Trupps am Himmel erscheinen. Überall sind auch schon Rotdrosseln aus dem Norden angekommen. Ständig sind Trupps aus Kleinvögeln am Himmel. Meist handelt es sich um Finken, Wiesenpiepern, Bach-, Schaf- und Gebirgsstelzen sowie Feldlerchen. Die letzten Schwalben sind auch noch in kleinen Gruppen unterwegs. Die Schwalben werden uns bald gänzlich verlassen haben. Die meisten unserer Zugvögel begeben sich auf einen langen und "steinigen" Weg in Richtung Süden. Sie verlassen ihre einigermaßen sicheren Brutgebiete und begeben sich in wesentlich gefährliche Breiten. Das Vogelmorden in den südlichen Ländern ist, wie ich auf der Homepage des "Komitees gegen den Vogelmord e.V." erfahren konnte, noch im großen Ausmass im Gange. Dort scheint die Zeit teilweise stehengeblieben und die welt- und europaweiten Schutzbemühungen noch nicht angekommen zu sein. Noch immer feuert man dort aus allen Rohren auf Greifvögel (Nur so zum Spaß!!!) und fängt unzählige Singvögel.
Hier könnt Ihr Euch über das Massensterben vieler Zugvögel und die aufopferungsvolle Arbeit vieler engagierter Vogelschützer informieren:
Greifvögel und Windkraft - Erfahrungen aus den USA
Greifvögel sind auf Windkraftanlagen nicht eingestellt; sie können nicht abschätzen wie schnell sich die Rotoren drehen. Manche von Ihnen werden durch das attraktive Nahrungsangebot an Kleinsäugern gerade zu in die Nähe der Anlagen gelockt. Außerdem besteht die Gefahr, dass Adler beim Zugriff auf Beute mit den Rotoren kollidieren. Traurige Berühmtheit hat ein Windpark im kalifornischen Altamont erlangt. Untersuchungen gehen davon aus, dass dort jährlich 880 bis 1300 Greifvögel verunglückten; darunter auch geschätzte 43 Steinadler.
(Auszug aus: Der Falke, Taschenkalender für Vogelbeobachter, 2011)
Diese Zahlen finde ich wirklich alarmierend.
20.09.2010
Vogelzug
Jetzt werden die Vogelzugaktivitäten immer deutlicher. Die ersten Finken- und Lerchentrupps setzen sich in Richtung Süden in Bewegung. Vor wenigen Tagen sah ich die erste Waldschnepfe, welche nur während der Zugzeit hier auftritt. Die Schwalben haben zu einem großen Teil ihre Reise bereits angetreten. Da oder dort sieht man aber noch die eine oder andere Rauch-, Mehl- oder Uferschwalbe. Auch die Stelzen (Schaf- und Bachstelze) finden sich zu immer größeren Trupps zusammen.
20.09.2010
Steuermillionen für ausgeräumte Landschaften:
NABU bewertet Agrarförderung
Anlässlich der Debatten um die Zukunft der EU-Agrarpolitik hat der NABU an Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner appelliert, ihre Blockadehaltung gegenüber einer Neuausrichtung der Agrarförderung aufzugeben. Ein aktuelles NABU-Papier zur Bewertung der EU-Agrarsubventionen mache deutlich, dass in fast allen Landschaften Deutschlands mit Direktzahlungen des EU-Agrarhaushalts rund sechs Milliarden Euro jährlich für eine vielfach naturfeindliche oder sogar naturschädigende Landwirtschaft ausgegeben werden.
„Das aktuelle Fördersystem führt immer noch dazu, dass große Agrarbetriebe in ausgeräumten Landschaften nach dem Gießkannenprinzip Millionenbeträge für eine nicht nachhaltige Wirtschaftsweise erhalten“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die viel zitierte Multifunktionalität der Landwirtschaft sowie die vermeintlichen Leistungen der Landwirte für die Kulturlandschaft seien in der Praxis oft nicht anzutreffen.
Das NABU-Papier zeige, dass es unzählige Agrarflächen gibt, die ohne Erbringung jeglicher Naturleistungen hohe Direktzahlungen erhalten. Ackerbewirtschaftung auf riesigen Schlägen ohne Ressourcenschutz, massiv mit Gülle versorgte, artenarme Wiesen oder klimafeindlicher Grünlandumbruch mit enorm hohen Kohlendioxid-Emissionen - das alles werde mit europäischen Direktzahlungen in Millionenhöhe finanziert. Die Landwirtschaft gelte als Hauptverursacher des Rückgangs der heimischen Tiere und Pflanzen. Besonders die Nutzungsintensivierungen und der Nährstoffeintrag in die Ökosysteme durch Düngung zerstörten ihre Lebensräume, wovon selbst Naturschutzgebiete betroffen seien.
Angesichts dieser Defizite werde nach Auffassung des NABU deutlich, dass die Argumente eines Großteils der Landwirtschaft bei näherer Prüfung unzutreffend seien und dass es keine Alternative zu einer grundlegenden Reform gebe. „Landwirte dürfen in Zukunft nur noch Fördergelder bekommen, wenn sie konkrete Leistungen für Natur und Umwelt erbringen“, so NABU-Agrarexperte Florian Schöne. Je mehr und je besser die Bauern ökologisch wertvolle Flächen erhielten, umso mehr Unterstützung sollten sie erhalten. Mit einer leistungsgerechten Bezahlung für Natur und Umwelt würde die Landwirtschaft zugleich den Ruf des reinen Subventionsempfängers verlieren.
(NABU)
erschienen am: 2010-09-17 im europaticker
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Unsere Cockerspaniel-Mischlingshündin Susi ist leider am gestrigen Tage gestorben oder besser - sie wurde von ihrem Leiden erlöst.
Susi hat fast zehn Jahre unser Grundstück bewacht und uns viel Freude gebracht. Auch wenn sie uns so manchmal mit viel Gebell und so manchem Unsinn gestresst hat, so hätten wir sie doch gerne noch ein paar Jahre um uns gehabt.
Tschüßi Susi !
"Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand"
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Charles Darwin